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Newsletter 17/2010

Vom 03. September 2010

Aktuelles

Termine

8. Oktober 2010: „Gebäudekonstruktion und Haustechnik der Zukunft“ 

Einen Kongress zum Thema „Gebäudekonstruktion und Haustechnik der Zukunft“ veranstaltet das Umweltzentrum für Energie und Nachhaltigkeit der Handwerkskammer Trier (UWZ)am 8. Oktober im Tagungszentrum der Handwerkskammer Trier. Die Teilnehmer erwarten ein ganztägiges Vortragsprogramm sowie eine begleitende Fachausstellung. 

Professoren der Fachhochschule Trier, Architekten und Ingenieure sowie Handwerksmeister der Region Trier informieren über innovative Baustoffe und Haustechniken mit bevorstehender Marktreife und deren Anwendbarkeit in der Praxis. Im Vordergrund steht der Technologietransfer von der Hochschule über den Planer ins Handwerk. Zielgruppe des Kongresses sind Handwerker der Bau- und Ausbaugewerke, Planer, kommunale Entscheidungsträger, Studenten sowie interessierte Verbraucher.

Weitere Informationen zu Vortragsprogramm und Anmeldung erhalten Sie im Internet unter www.umweltzentrum-trier.de.

Seminarangebot: „Zertifizierter PassivhausPlaner“

Die Qualitätsanforderungen an den Passivhaus-Standard, welche auch von Kommunen und Ländern für ihre Gebäude festgeschrieben werden, stehen seit langem fest. Für die erfolgreiche Realisierung dieser Forderungen benötigt die Branche kompetent ausgebildete und zertifizierte Passivhausplaner.

Im Rahmen unseres 10-tägigen Blockseminares mit Workshops vermitteln Ihnen die durch das Passivhaus geschulten und erfahrenen Referenten die wesentlichen Grundlagen, die Sie für die Planung und den Bau von Passivhäusern und die qualifizierende Abschlussprüfung zum „Zertifizierten PassivhausPlaner“ benötigen.

Mit der stetig steigenden Nachfrage nach Passivhäusern seitens immer mehr privater und öffentlicher Bauherren bedarf es zunehmend an qualifizierten Passivhausplanern.

Das Seminar richtet sich an Architekten, Ingenieure, Energieberater, und Techniker.

Themen für das Blockseminar zum „Zertifizierten PassivhausPlaner“:

  • Der Passivhausstandard
  • Passivhaus-Gebäudehülle
  • Passivhaus-Wärmeversorgung
  • Passivhaus-Lüftungstechnik
  • Passivhaus Projektierungs-Paket (PHPP)
  • Wirtschaftliches Passivhaus
  • Passivhaus im Altbau
  • Praktische Umsetzung der Planung
  • Repetitorium

Das Seminar beginnt am Mittwoch den 08.09.2010. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich. Nähere Informationen zu den Terminen und Rahmenbedingungen finden Sie auf unserer Homepage unter: http://www.eor.de/weiterbildung.

Feierliche Einweihung des ETA-Zentrums an der TU Kaiserslautern

In dieser Woche besuchte der rheinland-pfälzische Finanzminister Dr. Carsten Kühl, der auch für das Ressort Bauen zuständig ist, innovative Bauprojekte im Land. Seine erste Station war am Montag, den 30.08.2010 das ETA-Zentrum an der Technischen Universität Kaiserslautern. Zu diesem Anlass waren auch der Vorstand der EffizienzoffensiveEnergie Rheinland-Pfalz, die ihre Geschäftsstelle im ETA-Zentrum betreibt, sowie zahlreiche Mitglieder und weitere Gäste erschienen. Zur Begrüßung stellte Herr Lorenz, der Kanzler der TU Kaiserslautern, das Projekt des ETA-Zentrums kurz vor und berichtete auch von der Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz und die Europäische Union.

Im Anschluss sprach Herr Minister Kühl von der hohen Bedeutung, die ein so innovatives Gebäude für die Zukunft im Bausektor hat. Dabei erläuterte er nicht nur die offensichtlichen ökologischen Vorteilen einer energieeffizienten Bauweise, sondern auch die positiven ökonomischen und fiskalischen Aspekten, die sich daraus ergeben. Das Innovationspotenzial im Gebäudebereich sei sehr hoch, aber es bestehe auch eine hohe Notwendigkeit dieses zu nutzen, so der Minister.

Als verspätetes Einweihungsgeschenk überreichte Herr Kühl einen Gutschein zur Installation einer neuen Klingelanlage im ETA-Zentrum.

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Künne berichtete vom Auftrag der EOR die Verbreitung regenerativer Energien und die Effizienzsteigerung im Energiebereich voranzubringen. Daher sei das ETA-Zentrum der ideale Arbeitsort, da hier die Ziele der EOR in einem Gebäude eindrucksvoll umgesetzt seien.

Anschließend wurde das Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Der Architekt des Gebäudes Herr Blanz sowie verschiedene Professoren und Mitarbeiter des Fachbereichs Bauingenieurwesen erläuterten während der folgenden Besichtigung die innovativen Elemente des in passivbauweise errichteten Gebäudes, z.B. die verwendeten Mikroverbundmittel sowie den Latentspeicherbeton und –estrich. Auch die Klimastation, die sich im Dachgeschoss des Gebäudes befindet, wurde präsentiert.

Der Minister zeigte sich beeindruckt durch die vielfältige Technik aber insbesondere von der Tatsache, dass der Betrieb der EOR mit 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne eine institutionelle Förderung des Landes erfolgt. Nach der Besichtigung präsentierte Herr Prof. Dr. Kurz den Forschungsschwerpunkt RESCUE – Nachhaltiges Bauen bei dem der Fachbereich Bauingenieurwesen mit verschiedensten Partnern aus dem universitären und privatwirtschaftlichen Umfeld kooperiert. Anschließend präsentierte Herr Prof. Dr. Breit die sonstigen, weitreichenden Forschungsaktivitäten des Fachbereichs.

Zum Ende der Vorträge bedankte sich Herr Dr. Kühl bei den Referenten und den Organisatoren der Veranstaltung. Die abschließende Einladung zum gemütlichen Beisammensein wurde für fachliche Gespräche und zum regen Austausch genutzt.

Ministerin Conrad kritisiert Streichung von KfW-Förderung: „Verlierer sind Hausbesitzer, Handwerksbetriebe und der Klimaschutz“

Das geplante Aus für zahlreiche Förderungen der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die energiesparende Sanierung von Wohngebäuden kritisiert die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad scharf: „Die Bundesregierung setzt ihre Politik contra Energieeinsparung und erneuerbaren Energien mit allen negativen Folgen fort.

Dass jetzt auch noch die Fördermittel für sanierungswillige Hauseigentümer zusammengestrichen werden, ist eine Bankrotterklärung für den Klimaschutz, denn in den Gebäuden lässt sich die meiste Energie sparen. Das Nachsehen haben außerdem das Handwerk und alle Wohnungs- sowie Hauseigentümer, die sich zum Beispiel eine Dämmung nicht mehr leisten können und so weiterhin hohe Energierechnungen zahlen müssen. Die Konzentration der Bundesregierung auf die Förderung teurer Komplettsanierungen verkennt die wirtschaftliche Lage vieler Haushalte, denen eine derartige Sanierung zu riskant ist oder die von Ihrer Bank erst gar keinen Kredit erhalten.“
Verlierer seien auch die vielen Handwerksbetriebe, die mit der energiesparenden Sanierung Beschäftigung sichern und ausbauen konnten.

In den Gebäuden können 50 bis 90 Prozent Energie eingespart werden, wenn intelligent saniert wird. 41 Prozent der verbrauchten Energie (Energieendverbrauch) geht in Rheinland-Pfalz an Haushalte und kleine Verbraucher; 90 Prozent davon werden für Heizung und Warmwasser gebraucht. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass zum Beispiel der Jahresheizwärmebedarf bei einem freistehenden Einfamilienhaus, das bis 1948 gebaut wurde, bei durchschnittlich 255 kWh pro Quadratmeter und Jahr liegt. Im Vergleich hierzu verbrauchen moderne Niedrigenergiehäuser weniger als ein Fünftel dieser Heizenergie.

Ab dem 1. September entfällt die Förderung von Einzelmaßnahmen im Programm „Energieeffizient sanieren“ der KfW. Dieser Programmteil war unter anderem auf Initiative von Rheinland-Pfalz aufgenommen worden, weil viele Haushalte nicht in der Lage sind, eine Komplettsanierung anzugehen. Haussanierer konnten hier bisher Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite beispielsweise für die Erneuerung von Fenstern oder Dachsanierungen erhalten. Ebenfalls gestrichen werden die Förderung des Austausches von Nachtstromspeicherheizungen und die Zuschüsse zur Optimierung der Wärmeverteilung beispielsweise durch den Einbau von Hocheffizenz-Heizungspumpen. Aus dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ wurden 2009 in Rheinland-Pfalz für über 6000 Wohnungen Kredite für Einzelmaßnahmen in Höhe von 91 Millionen Euro bewilligt, zusätzlich flossen für 11.683 Wohnungen Zuschüsse in Höhe von 4 Millionen Euro ins Land.

Das Umweltministerium Rheinland-Pfalz hat ein 10-Millionen-Euro-Förderprogramm aufgelegt, das Bauherren und Hauseigentümer in Rheinland-Pfalz unterstützt, anspruchsvolle Energiestandards in Neubau und Gebäudebestand umzusetzen und sich so dauerhaft von steigenden Energiepreisen unabhängiger zu machen. Gefördert wird die Kombination von hocheffizientem Wärmestandard mit dem Einsatz erneuerbarer Energien.

Verbraucherzentrale bietet kostenlose Berechnung sowie die Prüfung von Einspeiseverträgen an

Kürzlich hat die Bundesregierung eine schrittweise Senkung der Einspeisevergütung für Photovoltaik–Anlagen (PV-Anlagen) beschlossen. Seither sind viele Hausbesitzer unsicher, ob die Anschaffung noch wirtschaftlich ist. Als Entscheidungshilfe bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz eine Checkliste sowie eine kostenlose computergestützte Berechnung mit Stromertragssimulation an. Im Ergebnis erhalten Ratsuchende eine erste Information zur Dimensionierung der Anlage mit Aussagen über den zu erwartenden Stromertrag und zur Wirtschaftlichkeit. 

"Bei gut ausgerichteten Kleinanlagen ändert sich derzeit nicht viel an der Wirtschaftlichkeit, da die Preise für die PV-Module in den letzten Monaten gesunken sind", sagt Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Ob sich eine Solaranlage finanziell rechnet, hängt vor allem von der Ausrichtung des Daches, der Sonneneinstrahlung sowie der Größe, dem Wirkungsgrad und dem Preis der Anlage ab. Nach den Erfahrungen der Verbraucherzentrale geht so manches Verkaufsangebot von einem sehr optimistischen Ertrag der Anlage aus. "Unsere Berechnung ersetzt nicht die Anlagenplanung durch den Installateur", so Weinreuter. "Sie hilft aber bei der Einschätzung, ob die Angaben der Anbieter realistisch sind."

Rückwirkend zum 1. Juli 2010 waren die Fördersätze für die Einspeisung des PV-Stroms um bis zu 13 Prozent gesenkt worden, zum 1. Oktober 2010 werden sie um weitere 3 Prozent reduziert. 2011 und 2012 werden die Zuschüsse noch einmal reduziert. Die genaue Höhe der künftigen Förderung ist davon abhängig, wie stark der Markt wächst. Wie wirtschaftlich PV-Anlagen in Zukunft betrieben werden können, wird von Faktoren wie Einspeisevergütung, Entwicklung der Strompreise und Kosten für Photovoltaikmodule beeinflusst. In den vergangenen Jahren ist der Preis für Solarmodule um mehr als 30 Prozent gesunken. Dies hat vor allem die Wirtschaftlichkeit größerer Anlagen mit mehr als 10 kWp installierter Leistung deutlich verbessert.

Wer kein geeignetes Dach hat, muss trotzdem nicht auf eine Investition in den Sonnenstrom verzichten: Bürgersolarparks und Genossenschaften bieten die Möglichkeit, sich an Großanlagen zu beteiligen. Wer selbst nicht investieren will, aber über große Flächen verfügt, kann auch über die Verpachtung seines Daches die Nutzung der Sonnenenergie fördern und dabei ein paar Euro hinzu verdienen. Unter www.unserener.de bietet das Land Rheinland-Pfalz seit Juli eine Dachflächenbörse im Internet an.

Wer über eine Photovoltaik-Anlage nachdenkt, findet die Checkliste sowie den Fragebogen für die Wirtschaftlichkeitsberechnung auf der Internetseite der Energieberatung unter www.energieberatung-rlp.de. Nach Einsendung eines mit 1,45 € frankierten DIN A4 Rückumschlags an die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Postfach 41 07 in 55031 Mainz werden die Unterlagen auch per Post zugeschickt. Dieses Angebot ist dank einer Förderung durch das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz kostenlos möglich.

Persönliche Beratung durch die Energieberater der Verbraucherzentrale findet an mehr als 60 Orten in Rheinland-Pfalz statt. Terminvereinbarung über das Energietelefon der Verbraucherzentrale unter 01805 60 75 60 20 (14 Cent pro Minute aus dem Netz der Deutschen Telekom; aus den Mobilfunknetzen maximal 42 Cent pro Minute) ist erforderlich. Telefonzeiten sind Montag und Donnerstag 10 bis 13 Uhr und 14 bis17 Uhr, Dienstag 9 bis13 Uhr und 14 bis18 Uhr.

10 Punkte - Papier zum Energiekonzept in Berlin vorgelegt

Heute (am 27.08.2010) hat die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad zusammen mit Länderkolleginnen und –kollegen auf einer Pressekonferenz in Berlin ein Papier mit 10 Kritikpunkten zum angekündigten Energiekonzept vorgelegt.

Zukunft oder Vergangenheit

Energiepolitik ist eine Richtungsfrage für die ökonomische, energie- und klimapolitische Zukunft des Landes.

10 Kritikpunkte zum angekündigten Energiekonzept der Bundesregierung

Deutschland steht vor einer Richtungsfrage. Wollen wir die Zukunftschancen mit Erneuerbarer Energien, mehr Energieeffizienz, modernste Kraftwerkstechnik nutzen oder wollen wir zurück in die Vergangenheit mit einer Risikotechnologie.

Diese Frage ist nicht nur energiepolitisch sondern auch ökonomisch von enormer Relevanz. Denn es geht um die Frage, ob das Land auf Wachstums und Innovationsmärkte im Bereich Green Tech setzt und diesen Wachstumsprozess und Strukturwandel befördert, oder aber an einer überholten Technologie, die überholte Strukturen konserviert und von der weder Innovations- noch Beschäftigungsimpulse ausgehen, festzuhalten.

Deutschlands Energieerzeugungsstruktur befindet sich im Umbruch. Viele alte Großkraftwerke erreichen in den kommenden Jahren die Lebensdauer auf die sie ausgelegt sind und müssen vom Netz gehen. Damit öffnet sich die Chance zu einer strukturellen Umgestaltung des Energiemarkts hin zu mehr Innovation, Wettbewerb, mehr Erneuerbaren Energien und KWK-Anlagen und damit für mehr Versorgungssicherheit, Umwelt- und Klimaschutz.

Eine Laufzeitverlängerung würde zu einem Innovations- und Investitionsattentismus auf dem Energiemarkt führen. Investitionen in innovative Kraftwerke, die für die Zu-kunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und Gesellschaft dringend notwendig sind, werden verhindert. Umwelttechnologien, erneuerbare Energien und Effizienztechnologien sind die Leitmärkte der Zukunft. Sie verzeichneten in den letzten Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum - sowohl in der Nachfrage in Deutschland als auch im Export.

Allein im Markt für erneuerbare Energien arbeiteten im Jahr 2009 in Deutschland über 300.000 Menschen. Die Nutzung erneuerbarer Energien und die Entwicklung und Herstellung von Energieeffizienzprodukten haben auch positive Effekte in den klassischen Industrien, neben dem Maschinen- und Anlagenbau, vor allem in der Elektro- und der Elektronikindustrie oder in der chemischen Industrie. Diese Entwicklung steht erst am Anfang. Notwendig sind politische Rahmenbedigungen, die diese Entwicklungen voranbringen und beschleunigen.

Wenn Deutschland den Atomausstieg rückgängig macht, werden Investitionen in Innovation und Technologieentwicklung behindert und zukünftige handfeste Wirtschaftsperspektiven gefährdet. Deshalb lohnt eine kritische und kämpferische Auseinandersetzung mit dem „angekündigten“ Energiekonzept:

Die ausführliche Fassung der 10 Kritikpunkte finden Sie unter: http://www.mufv.rlp.de/aktuelles/einzelansicht/archive/2010/august/article/10-punkte-papier-zum-energiekonzept-in-berlin-vorgelegt/.

Langfristige Strategie für eine umweltschonende Energiepolitik sichert Industriestandort Deutschland

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen traf Vertreter der DGB-Gewerkschaften

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen hat sich am 26. August 2010 in Berlin mit Vertretern und einer Vertreterin der DGB-Gewerkschaften zu einem Gespräch zur Energiepolitik getroffen. Teilnehmer waren Michael Sommer (DGB-Vorsitzender), Dietmar Hexel (DGB-Vorstandsmitglied), Michael Vassiliadis (IG BCE-Vorsitzender), Franz-Josef Möllenberg (NGG-Vorsitzender), Dietmar Schäfers (IG BAU), Wolfgang Rhode (IG Metall), Martin Burkert (TRANSNET), Bernhard Witthaus (GdP) und Andrea Kocsis (ver.di).

Röttgen sagte: "Unser Ziel ist die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien. Das ist nicht einfach, aber machbar. Die Anstrengungen, die wir heute unternehmen, werden sich morgen für Umwelt und Arbeitsplätze mehrfach auszahlen. Bei den erneuerbaren Energien konnte die Beschäftigung seit 2004 auf rund 300.000 Arbeitsplätze verdoppelt werden. Vergleichbare Entwicklungen zeigen sich bei der Verbesserung der Energieeffizienz. Hier ist der Anteil der inländischen Wertschöpfung besonders hoch."

Es wurde jedoch auch deutlich: Ein umfassender Umbau der Energieversorgungsstruktur in einem großen Industrieland benötige Zeit, verlässliche Rahmenbedingungen und Geld. Die notwendigen Maßnahmen müssen realistisch und sozial vertretbar sein und die Kosten für Verbraucherinnen und Verbraucher und die Wirtschaft insgesamt im Rahmen bleiben. Schließlich sei das Verständnis in der Bevölkerung dafür zu wecken, dass zukunftsorientierte Technologien keine Bedrohung, sondern eine Chance für Deutschland sind. Wachstum und Beschäftigung in unserem Land können nur dann gesichert werden, wenn die unbedingt erforderlichen Investitionen in Infrastrukturprojekte wie Netze und Speicher zügig umgesetzt werden, so Röttgen.

Kurz gemeldet aus Rheinland-Pfalz

Mainz: „Zero Race“ macht Halt bei Schott Solar

In 80 Tagen um die Welt. Mit diesem Vorhaben sind fünf Teams von vier Kontinenten mit ihren Elektrofahrzeugen unterwegs. Selbstverständlich soll der Strom hierfür aus erneuerbaren Energien stammen. Die Teilnehmer wollen damit zeigen, dass Elektromobilität schon heute alltagstauglich ist.

[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung, 30.08.2010]

Erste Bürgersolaranlage in Mainz gestartet

Mit 5000 m2 entsteht im Weisenauer Steinbruch momentan die größte Photovoltaikanlage der Stadt. Die Investitionen sollen vollständig mit der Beteiligung der Mainzer Bürger getätigt werden. Die sogenannten „Bürger-Solarbriefe“ sind mit jährlich 3,5% verzinst und sind schon ab 500 Euro zu haben.

[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung, 28.08.2010]

Mainz: CO2-neutrale Landesverwaltung

Die Minister Conrad, Kühl und Bruch haben das Ziel gesetzt, die Liegenschaften des Landes bis zum Jahr 2011 vollständig mit Ökostrom zu versorgen. Dies soll unter anderem mit einem erweiterten Energiecontrolling und der Verwendung des Passivhaus-Standards bei Neubauten erreicht werden.

[Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz,http://www.mufv.rlp.de/einzelansicht/archive/2010/august/article/co2-neutrale-landesverwaltung/, 20.08.2010]

Windhagen: Dreifeld-Sporthalle als Energiegewinnhaus fertiggestellt

Die neue Spothalle im Sportpark Windhagen ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich moderne Gebäudekonzepte wie der Passivhaus-Standard oder das darauf aufbauende Energiegewinnhaus auch für Nicht-Wohngebäude umsetzten lassen. Die installierte PV-Anlage produziert mehr Strom als die Halle verbraucht und auch die Wärmeerzeugung erfolgt auf Basis Erneuerbarer Energien. Aufgrund der hohen Standards und der innovativen Technik wurde das Projekt vom Land Rheinland-Pfalz mit 100.000 Euro gefördert.

[Quelle: Pressemitteilung der Verbandsgemeinde Asbach, http://www.vg-asbach.de/vg_asbach/Aktuelles/Aktuelle%20Bauma%C3%9Fnahmen/2009-08-06%2032-Pressemitteilung%20Richtfest.pdf, 03.09.2010]

Redaktion:

Dipl.-Ing. René Fleschurz

Fragen und Anregungen gerne an
newsletter(at)eor.de