Nachrichten aus Rheinland-Pfalz rund um die Themen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien
Ramstein-Miesenbach: Biogasanalge fertig
Die von Juwi konzipierte Biogas-Aufbereitungsanlage in Ramstein-Miesenbach (Kreis Kaiserslautern) wurde Ende Dezember in Betrieb genommen. Die Anlage soll jährlich rund 30 Millionen Kilowattstunden Energie aus erneuerbaren Energien liefern. Stündlich sollen 350 Kubikmeter Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist werden. Das Erdgasnetz fungiert dann auch als Energiespeicher.
[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung, 27.12.2011]
Pfaffen-Schwabenheim: Bundesweit einmaliges Pilotprojekt mit Pferdemist gestartet
Auf dem Pfaffen-Schwabenheimer Sonnenhof (Kreis Bad Kreuznach) ist ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Pferdeäpfel zu wertvollem Brennstoff werden. Die so genannten Pferde-Pellets werden aus frischem Pferdemist und Einstreu aus Hobelspänen in einem Rotationstrockner hergestellt. Die auf dem Sonnenhof lebenden 40 Pferde und Ponys könnten mit ihrem Mist Energie für 40 Haushalte liefern. In Deutschland ist die Verbrennung von Pferde-Pellets noch unzulässig. Dabei seien die Abgaswerte deutlich besser als bei der Verbrennung von Öl.
[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung, Öffentlicher Anzeiger, 27.12.2011]
Mainz: Korridor für Zugvögel wird freigehalten
Der Bauausschuss der Stadt Mainz hat sich dafür ausgesprochen, beim Bau von Windrädern einen Vogelzugkorridor freizuhalten. Mit dem zwei Kilometer breiten Korridor sollen Zugvögel besser geschützt werden.
[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung, 20.01.2012]
Koblenz-Lützel: Neue Schulsporthalle spart enorm an Energie
Die erste Schulsporthalle in Passivhausbauweise in Rheinland-Pfalz ist im Koblenzer Stadtteil Lützel entstanden. Die Heizung der Halle arbeitet mit einer hocheffizienten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Sporthalle ist mit Bewegungssensoren ausgestattet, die unnötiges Lichtbrennen verhindern. Zudem wird die Beleuchtung tageslichtabhängig gesteuert. Auf dem Dach der Halle soll eine Solaranlage installiert werden. Während die beiden alten Schulsporthallen mehr als 15.000 Euro im Jahr für Heizenergie verschlangen, sind es nun nur noch rund 1.000 Euro pro Jahr.
[Quelle: Rhein-Zeitung, Koblenz und Region, 28.12.2011]
Ludwigshafen: Neue Solaranlage geht in Betrieb
Auf dem Dach eines Werkstattgebäudes, genutzt von der Berufsfeuerwehr und dem Wirtschaftsbetrieb der Stadt Ludwigshafen (WBL), wurde eine neue Photovoltaikanlage installiert. Auf der etwa 1.000 Quadratmeter großen Dachfläche sind innerhalb von zwei Wochen hochmoderne, rahmenlose Dünnschicht-Solar-Module montiert worden. Bis zu 90 Kilowatt elektrische Leistung sollen ins Stromnetz eingespeist werden. Der erwartete Jahresertrag von etwa 90.000 Kilowattstunden könnte den Verbrauch von 25 Drei-Personen-Haushalten decken.
[Quelle: Die Rheinpfalz, Ludwigshafener Rundschau, 29.12.2011]
Sprendlingen-Gensingen: Erste kommunale Fotovoltaikanlagen installiert
Ende des Jahres 2011 wurden die ersten kommunalen Fotovoltaikanlagen in der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen (Landkreis Mainz-Bingen) auf dem Dach der Grundschule Gensingen sowie auf dem Dach der Wißberghalle in Betrieb genommen. Eine Informationsveranstaltung für Bürger findet im Februar statt. Weitere Anlagen auf den Liegenschaften der Verbands- bzw. Ortsgemeinden sind in Planung.
[Quelle: Öffentlicher Anzeiger (Ost), 18.01.2012]
Fischbach: Bau einer Solaranlage einstimmig zugestimmt
In Fischbach (Kreis Kaiserslautern) soll auf dem Gelände der ehemaligen Raketenstation „Metro Tango III“ auf zehn Hektar ein Solarpark entstehen. Auf dem gut besonnten Areal könnten bis zu fünf Megawatt Energie gewonnen werden. Die Anlage muss spätestens Ende Juni stehen, da ab 30. Juni die Einspeisevergütung für Solarparks gesenkt wird. Der Ortsgemeinde Fischbach entstehenden keine Kosten, allerdings fließen Gewerbesteuereinnahmen erst nach rund 25 Jahren.
[Quelle: Die Rheinpfalz, Pfälzische Volkszeitung, 18.01.2012]
Kirchberg: Kommunaler Solidarpakt unterschieben
In der Verbandsgemeinde Kirchberg (Rhein-Hunsrück-Kreis) wurde im Dezember ein Solidarpakt beschlossen, um sicherzustellen, dass die Gewinne aus der Windkraft gerechter verteilt werden. Laut Vereinbarung sollen 15 Prozent der Erträge aus der Windkraft in die Bereiche Bildung, Kindergärten und Feuerwehr fließen. Auf diese Weise können alle Kommunen in der Verbandsgemeinde von der Windkraft profitieren. Auch das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich an kommunalen Solidaritätsvereinbarungen. Der Betrieb Landesforsten will zukünftig bis zu 30 Prozent der Pachteinnahmen an Solidarpakte der Kommunen abführen.
[Mainzer Rhein-Zeitung, 23.12.2011; Mainzer Rhein-Zeitung, 10.01.2012]
Deidesheim: Stadtwerke liefern drei Jahre Naturstrom
In den kommenden drei Jahren beliefern die Stadtwerke Deidesheim ihre Kunden vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien. Der Strom stammt u.a. aus Fotovoltaik-Anlagen. Bereits im vergangenen Jahr waren 74 Prozent des Stroms der Stadtwerke aus erneuerbaren Energien hergestellt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei nur 18 Prozent.
[Quelle: Die Rheinpfalz, Bad Dürkheimer Zeitung, 23.01.2012]
Birkenfeld: Feldtest für Alkohol-Brennstoffzelle
Am Umwelt-Campus Birkenfeld wird derzeit eine neuartige Brennstoffzelle entwickelt und getestet, die mit Alkohol statt mit Wasserstoff gefüllt ist. Die Brennstoffzelle soll beispielsweise die Batterien in Handtuchspendern ersetzen und in einem Zeitraum von einem halben Jahr wartungsfrei bis zu zehn Watt Leistung bringen. Dann muss nachgefüllt werden.
[Mainzer Rhein-Zeitung, 10.01.2012]
Rockenhausen: Förderzusage für das Projekt „Null-Emissions-Gemeinde“
Mit rund vier Millionen Euro wird das zunächst auf fünf Jahre befristete Projekt „Null-Emissions-Gemeinde“ zu 100 Prozent vom Bundesforschungsministerium (BMBF) gefördert. Ziel des Projekts ist es, den CO2-Ausstoß in der Verbandsgemeinde Rockenhausen (Donnersbergkreis) bis 2020 um 80 Prozent zu reduzieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei das so genannte Stoffstrommanagement, bei dem vorhandene Stoffströme stärker in die Wertschöpfung einbezogen werden. Beispielsweise könnte aus Abwasser Wärme zurück gewonnen werden, Klärschlamm könnte als Humuslieferant für die Felddüngung dienen. Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (Ifas) in Birkenfeld begleitet das Projekt.
[Quelle: Die Rheinpfalz, Donnersberger Rundschau, 13.01.2012]
Polch: Größte Photovoltaik-Anlage in Rheinland-Pfalz
Im Dezember wurde in Polch (Kreis Mayen-Koblenz) die größte Photovoltaikanlage in Rheinland-Pfalz in Betrieb genommen. 3.000 Haushalte sollen mit Strom versorgt werden, die CO2-Einsparung liegt bei jährlich 7.000 Tonnen.
[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung, 22.12.2011]