Newsletter 25/2007

Vom 14. Dezember 2007

Bitte vormerken! EOR-Weiterbildungsseminare 2008

Ab dem Frühjahr 2008 wird die rheinland-pfälzische Energieagentur EOR Qualifizierungsseminare zur Energieausweiserstellung (nach Anlage 11 gemäß § 21 der EnEV 2007) und BAFA-Vor-Ort-Beratungfür Architekten und Ingenieure anbieten. Diese Qualifikation kann mit 120 Unterrichtseinheiten erworben werden.

Es ist auch möglich sich in Einzelseminaren sowohl Grundlagen als auch vertiefte Kenntnisse im Bereich „Bauen und Energie“ anzueignen.

Nähere Informationen werden zu Beginn des Jahres 2008 auf der Internetseite www.eor.de/weiterbildung.html veröffentlicht.

7. Biomasse-Tagung

Am 8. und 9.November 2007 veranstaltete das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS)  die 7. Biomasse-Tagung Rheinland-Pfalz auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld.

Die Veranstaltung wurde vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz sowie der EnergieEffizienzAgentur Rhein-Neckar gGmbH (E2A) unterstützt.

Bei der diesjährigen Veranstaltung wurde im Vortragsprogramm die Schwerpunkte auf die Themen, Perspektiven und Strategien der Biomassenutzung, stoffliche und energetische Nutzung von Stroh, Mehrwert vom Hektar, stoffliche und energetische Verwertung von organischen Reststoffen gelegt. Weiterhin waren „Import und Export von Biomasse-Regionaler Mehrwert?“ sowie „Biomasselogistik und –technologie“ Bestandteil des Programms. Den Abschluss des Vortragsprogramms boten Erfahrungsberichte aus der Praxis. Dabei wurden internationale Projekte aus acht verschiedenen Ländern vorgestellt.

Weiterhin bot die Biomasse-Tagung eine Ausstellung rund um das Thema energetische Nutzung von Biomasse an. Auf der tagungsbegleitenden Fachausstellung informierten Firmen und Institute über ihre Produkte und Dienstleistungen aus dem Biomassebereich. Den Besuchern bot sich hier die Gelegenheit für praxisorientierte Gespräche und die Knüpfung von neuen Kontakten.

Auf der Fachausstellung war auch die rheinland-pfälzische Energieagentur EOR e.V. vertreten. In persönlichen Gesprächen wurde von unseren Mitarbeitern Fragen zum Thema Energiesparen und Sanieren beantwortet. Weiterhin stellten unsere Mitarbeiter am Informationsstand des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz die Energiesparkampagne „UnserEner macht mit!“ vor.

[Quelle: www.ifas.de]

Vortrag der EOR bei den Stadtwerken Deidesheim

Die Stadtwerke Deidesheim luden am 14.11.2007 zu einem Informationsabend unter dem Motto „Energie“ im Kolpinghaus ein.

Die Veranstaltung wurde durch einen Vortrag „Umweltgerechter Umgang mit Energie“ von der rheinland-pfälzischen Energieagentur EOR unterstützt.

Nach den einleitenden Worten durch Herrn Willi Schwindinger, Geschäftsführer der Stadtwerke Deidesheim erläuterte Herr Gensel, Mitarbeiter der EOR, in seinem Referat die Themen, Energieverbrauchssektoren, Stromeffizienz steigern, Energieeffizienz in Gebäuden und neues zum Gebäudeenergieausweis.

Anschließend nutzten die rund 35 interessierten Zuhörer die Gunst der Stunde um Antworten auf Fragen zum Thema zu erhalten oder über energieeffiziente Lösungen zu diskutieren.

Maßnahmenpaket zur Energie- und Klimapolitik

Die Bundesregierung hat am 05.12.2007 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Energie- und Klimapolitik beschlossen.

Mit dem Paket setzt die Bundesregierung 14 Punkte des im August in Meseberg beschlossenen Energie- und Klimaschutzprogramms um. Ein zweites Paket, das die noch ausstehenden Punkte umfasst, soll dann im Mai 2008 folgen.

Die Bundesregierung strebt damit insgesamt bis zum Jahr 2020 eine Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase um 40 Prozent unter den Stand von 1990 an und nimmt so eine Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz ein.

Im Haushaltsjahr 2008 stehen für die Klimapolitik insgesamt rund 3,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Dies sind im gesamten Bundeshaushalt 1,8 Milliarden Euro mehr als im Haushalt 2005.

Das Programm setzt stabile Rahmenbedingungen für Investitionen von Energiewirtschaft, Industrie und Verbrauchern. Es gibt darüber hinaus wichtige Impulse für die Entwicklung neuer Technologien in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz und trägt damit dazu bei, die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu steigern.

Die Gesetzes-/Verordnungs-Entwürfe definieren Ziele bis 2020 und unterlegen dies mit konkreten Maßnahmen, insbesondere in den Bereichen:

  • Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
  • Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) im Strombereich
  • Förderung der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich
  • Biogaseinspeisung ins Erdgasnetz
  • Bessere Netzintegration der Erneuerbaren Energien
  • Einsparung von Energiekosten und Effizienzsteigerung beim Stromverbrauch
  • Mehr Energieeffizienz bei Gebäuden
  • Verstetigung bestehender und Start neuer Förderprogramme zur energetischen Sanierung von Gebäuden und sozialer Infrastruktur
  • Förderung von energieeffizienten Geräten und Dienstleistungen
  • Biokraftstoffe
  • Umstellung der Kfz-Steuer von Hubraum auf Schadstoff- und CO2-Basis für Neufahrzeuge ab 2009
  • Reduktion der Emissionen fluorierter Treibhausgase
  • Neue Initiativen in der Energieforschung und Innovation

Die Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt finden Sie hier.

Verbesserung der Konditionen des KfW- Wohneigentumsprogramm

Ab dem 1. Februar 2008 werden die Konditionen für künftige Wohneigentümer im KfW-Wohneigentumsprogramm attraktiver. Darlehensnehmer können Wohneigentumskredite mit Laufzeiten von bis zu 20 und bis zu 35 Jahren beantragen. Erstmalig ist eine Zinsbindungsfrist von 15 Jahren möglich. Bisher betrug die Höchstlaufzeit 30 Jahre mit einer Zinsbindungsfrist von max. 10 Jahren.

[Quelle: Online Artikel vom 26.11.2007 der kfw-Förderbank]

Veranstaltung „Zukunft Bau“ am 08.01.2007 in Essen

Gestiegene Energiepreise und der Klimawandel haben energiesparendes Bauen und Sanieren zu einem der wichtigsten Themen der Baubranche gemacht.

Vom 8. bis 12. Januar 2008 präsentieren sich ca. 750 Ausstellern auf der Essener Messe „Deubau“, eine der wichtigsten Baufachmessen. Weitere Informationen finden Sie unter www.deubau.de 

Im Rahmen der Messe findet die Fachtagung „Zukunft Bau“ statt. Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und  Stadtentwicklung in Kooperation mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und dem Förderverein Bundesstiftung Baukultur ausgerichtet.

Forschung und Entwicklung sind wichtige Innovations- und Wachstumsmotoren. Dies gilt auch für die Bauwirtschaft mit ihrem hohen beschäftigungspolitischen Gewicht und ihrer immensen Bedeutung für unsere Volkswirtschaft. Durch enge Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis sowie durch die rasche Diffusion neuer Technologien in der gesamten Wertschöpfungskette können erhebliche Potenziale für neue Ideen und für Innovationen erschlossen werden.

Mit dem Leitbild Bauwirtschaft und der Forschungsinitiative Zukunft Bau gibt die Bundesregierung wichtige Impulse für die Stärkung der Zukunfts- und Innovationsfähigkeit der deutschen Bauwirtschaft.

Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

Solarthermie auf Campingplätzen - SOLCAMP-Projekt!

Die solarthermische Nutzung der Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung findet kaum eine sinnvollere Anwendung als auf einem Campingplatz. Mit Jahresbeginn ist ein internationales, von der EU gefördertes Projekt zur Sonnenenergienutzung auf Campingplätzen angelaufen.

Unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) in Kooperation mit vielen weiteren Akteuren in Deutschland u.a. der Bundesverband der Campingunternehmen Deutschlands e.V. (BVCD), sowie Partnern aus Wales, Polen, Österreich, Slowenien, Kroatien, Italien, Spanien und Portugal unterstützen Campingplatzbesitzer bei der Sonnenenergienutzung.

Das Projekt SOLCAMP hat eine Laufzeit von 28 Monaten, ein Gesamtbudget von 1,3 Mio Euro und wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms "Intelligente Energie für Europa" kofinanziert.

Ziel von SOLCAMP ist es, die Zahl der Campingplätze, die mit thermischen Solaranlagen zur Warmwasserbereitung ausgerüstet sind, um 10% zu erhöhen.

Die wichtigste Maßnahme dabei ist der SolarCheck - eine kostengünstige und produktneutrale Erstberatung.

Der SolarCheck wird von Fachleuten wie Gebäudeenergieberater, Heizungsbauer, Dachdecker, die zusätzlich von der DGS geschult werden durchgeführt.

Nach dieser Analyse ist der Campingplatzbesitzer genauestens informiert, wie er die kostenlose Sonnenenergie für die Erzeugung von warmem Wasser nutzen und gleichzeitig die Umwelt entlasten kann.

Der SolarCheck kostet 150 Euro.
[Quelle: www.solcamp.eu]

Innovative Vorhaben in der Metallverarbeitung

Ein Drahtwerk in Neuenrade will die Abwärme aus dem Glühprozess von Drahtspulen zur Vorwärmung nutzen. Ein relativ geringer technischer und finanzieller Aufwand führt zu einer erheblichen Einsparung an Heizenergie. Weiterhin können mit der Maßnahme die Kohlendioxid-Emissionen um rund 37 Tonnen pro Jahr reduziert werden und gleichzeitig die Ofenkapazität erhöht werden

Die Drähte aus Aluminium- und Magnesiumlegierungen durchlaufen bei der Herstellung einen Glühprozess. Nach dem Glühen kühlen die Drahtspulen bisher überwiegend in den Öfen ab. Die Abwärme bei der Kühlung bleibt ungenutzt.

Nun soll eine neuartige Abkühl-/Aufwärmstation außerhalb der Öfen die Abwärme zur Vorwärmung kalter Drahtspulen nutzen. Damit kann die elektrische Erzeugung der Wärmemenge für die zwei Tonnen schweren Coils eingespart werden.

Mittelfristig lohnt sich das Projekt durch den eingesparten Strom auch finanziell. Das Unternehmen rechnet mit einer Amortisationszeit von etwa sechs Jahren.

Bei einem Erfolg des Vorhabens plant das Unternehmen auch die übrigen fünf Ofenpaare mit diesen Stationen auszustatten. Damit könnten im Werk dann insgesamt rund 220 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden.
Das Bundesumweltministerium fördert dieses und weitere Pilotprojekte mit Mitteln aus dem Umweltinnovationsprogramm.

[Quelle: BINE Energienews vom 29.11.2007]

Redaktion:

Dipl.-Ing. Christina Lang

Das Team der EOR wünscht allen Lesern des Newsletters ein schönes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertage.

Fragen und Anregungen gerne an
newsletter(at)eor.de