Newsletter 25/2008

Vom 12. Dezember 2008

„Unser-Ener“-Wettbewerb bis 10.01.2009 verlängert

Umweltministerin Margit Conrad startete am 07.11.2008 den mit insgesamt 12.000 Euro dotierten 2. „Unser Ener“-Wettbewerb im Rahmen der Kampagne des Umweltministeriums „Unser Ener macht mit – Unsere beste Energie ist gesparte Energie“. Wir berichteten im Newsletter Nr. 23 vom 14.11.2008.

Preise gibt es in zwei Kategorien zu gewinnen: für energiesparende Sanierung sowie – in diesem Jahr neu – für energieeffiziente Neubauten.

Das Preisgeld in beiden Kategorien beträgt jeweils 3.000 Euro (1. Preis), 2.000 Euro (2. Preis) und 1.000 Euro (3. Preis).

Formulare zur Teilnahme am Wettbewerb gibt es im Internet unter www.unserener.de oder bei: Modernisierungskampagne Unser Ener,  Postfach 1, Weissliliengasse 13, 55116 Mainz

[Quelle: Pressemitteilung vom 12.12.2008 des Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz; http://www.mufv.rlp.de/index.php?id=5405]

Weiterbildungsseminare zum Energieberater

Zu Beginn des Jahres 2009 bietet die Landesenergieagentur Rheinland-Pfalz (EOR) die Seminarreihe Qualifizierungsseminare zur Energieausweiserstellung (nach Anlage 11 gemäß § 21 der EnEV 2007) und BAFA-Vor-Ort-Beratung für Architekten und Ingenieure an.

Angaben zu den Inhalten der verschiedenen Seminare, die von „Grundlagen der Bauphysik“ über „Energieeinsparverordnung 2007“ und „Anlagentechnik“ bis hin zum „Passivhaus“ reichen sowie Termine und ein entsprechendes Anmeldeformular finden Sie auf der Internetseite www.eor.de/weiterbildung.html.

Fachveranstaltung „Strom erzeugende Heizungen und Blockheizkraftwerke“ am 16.12.2008 in Kaisersesch

Am 16.12.2008 findet im Technologie- und Gründerzentrum Kaisersesch (TGZ), die Fachveranstaltung „Strom erzeugende Heizungen und Blockheizkraftwerke“ statt.

Mit den Referenten, Prof. Ralf Simon (TSB) und Dipl.-Ing. Kurt Schmitt, Fa. BHKW-Anlagentechnik aus Mayen, haben sich ausgewiesene Experten bereit erklärt, an diesem Abend zu referieren und zur Diskussionsrunde zur Verfügung zu stehen.

Weitere Informationen finden Sie unter tgz.kaisersesch.de.

Vorsicht bei Energieausweisen aus dem Internet

Im Frühjahr 2008 führte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal einen Test von Online Energieausweisen durch.

Ein Check von Eingabemasken und Datenblättern bei 97 Online-Anbietern hatte durchweg ein "mangelhaftes" Ergebnis erbracht. Allein ein Aussteller hatte sich bewährt.

Nach diesem schlechten Ergebnis führte die Verbraucherzentrale im Oktober 2008 einen zweiten Check durch. Die Untersuchung der  88 Plattformen zeigte, dass viele Anbieter von Online-Energieausweisen im Internet ungültige Dokumente anbieten. Gesetzlich vorgeschriebene Merkmale würden dabei nur dürftig erfasst.

Von den getesteten Anbietern frage nicht einmal jeder Fünfte die 14 Pflichtdaten ab, so das Ergebnis der Verbraucherzentrale. Die am häufigsten ignorierten Daten sind beheizte Kellerflächen (fehlen bei 19 Prozent der Anbieter), längere Leerstandszeiten (14 Prozent) und die genauen Verbrauchszeiträume (11 Prozent).

Ob das Gebäude nachträglich gedämmt oder die Heizungsanlage erneuert wurde, fragte ein Drittel der Internetseiten nicht ab. Und das, obwohl diese Angaben zum baulichen Zustand des Gebäudes wichtige Größen sind, um die Plausibilität der vom Eigentümer übermittelten Daten zu überprüfen und sinnvolle Maßnahmen zur energetischen Sanierung vorzuschlagen – und Aussteller hierzu ausdrücklich verpflichtet sind.

Die Empfehlung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen lautet, nur solche Energieverbrauchsausweise online zu ordern, die neben der genauen Erfassung des Energieverbrauchs auch den baulichen Zustand des Gebäudes sowie die Art der Heizungstechnik abfragen. Zudem sollte ein Foto des Gebäudes – per Post oder online übermittelt – im Energieausweis Platz finden.

Deshalb ist eine ausführliche Beratung und Begutachtung durch einen Experten unverzichtbar. Kompetente Energieberater finden Sie auf der Internetseite www.eor.de oder www.energiebig.de.

Eine zusammenfassende Auswertung der Untersuchungen der Verbraucherzentrale finden Sie hier.

[Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vom 10.12.2008]

Glühbirne adé

In Brüssel sind am 08.12.2008 Mindestanforderungen an die Effizienz für Haushaltslampen beschlossen worden, die zu einem schrittweisen Verschwinden der Glühlampen vom Markt führen werden.

Die von Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten auf Vorschlag der EU-Kommission beschlossene Verordnung sieht im Einzelnen folgende Anforderungen vor:

  • Ab 01.09.2009 dürfen generell keine matten Glühbirnen mehr verkauft werden. Für matte Leuchten gilt dann Effizienzklasse A. Auch klare Lampen mit 100 Watt und mehr laufen zu diesem Zeitpunkt aus. Für klare Lampen gilt generell Effizienzklasse C, aber zu verschiedenen Zeitpunkten, d. h.:
  • Ab 01.09.2010 müssen auch die klaren Lampen mit 75 Watt vom Markt verschwinden.
  • Für die Standardglühlampe mit 60 Watt gilt ein Verkaufsverbot ab 01.09.2011; für die Glühlampe mit 10 Watt ab September 2012.

Ab dem 01.09.2016 gelten dann für alle Haushaltslampen Effizienzanforderungen, die der Effizienzklasse B entsprechen. Damit werden auch viele ineffiziente Halogen-und Energiesparlampen sowie ineffiziente LEDs vom Markt genommen.

Neben Effizienzanforderungen wird auch die Gebrauchstauglichkeit der Lampen zum Kriterium. Dies betrifft die Haltbarkeit, die Schaltfestigkeit, die Zündzeit und die Anlaufzeit.

[Quelle: Pressemitteilung Nr. 292/08 vom 08.12.2008 des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit]

Deutschlands erster Tengelmann Klimamarkt öffnete am 02.12.2008

Die Unternehmensgruppe Tengelmann eröffnete am 02.12.2008 in Mülheim an der Ruhr den ersten Klima(super)markt in Deutschland.

Zusammen mit Experten aus dem eigenen Hause und externen Fachleuten hat Tengelmann ein Energieeffizienzkonzept entwickelt, dass bei der energetischen Sanierung des Gebäudes für den neuen Supermarkt erfolgreich umgesetzt wurde. 75 Prozent des Wärmebedarfs des Marktes werden über die Rückgewinnung der Kühlanlagenabwärme abgedeckt. Der Rest liefert eine Geothermieanlage mit sechs Erdwärmesonden.

Im Dach eingelassene Spezialgläser lassen Tageslicht ins Innere. Eine neu entwickelte Lichtsteuerung regelt die künstliche Beleuchtung. Zusätzlich werden nur energiesparende Leuchtmittel z.B. in den Aktionsregalen und Kühlmöbeln eingesetzt. Insgesamt benötigt das innovative Lichtkonzept 30 Prozent weniger Strom als ein herkömmliches Beleuchtungssystem.

Im Klimamarkt sind alle Kühlmöbel mit Glastüren oder -schiebedeckeln ausgestattet. Im Tiefkühlbereich spart das bis zu 50 und bei den Kühlregalen 30 Prozent Energie.

Der Klimamarkt verfügt über eine 1.140 m² große Photovoltaikanlage. Die Photovoltaikelemente an den Fassaden und auf dem Dach erzeugen bis zu 45.000 kWh Strom. Der Reststrombedarf wird zu 100 Prozent aus Ökostrom (aus Wasserkraft) gedeckt.

Im Klimamarkt kommt erstmals ein Kühlanlagenverbund zum Einsatz, der mit dem natürlichen Kältemittel CO2 betrieben wird. Die Anlage wird bei hohen Außentemperaturen mit Wasser aus einer unterirdischen Zisterne, die 100.000 Liter Regenwasser aufnehmen kann, gekühlt.

Die Belieferung des Marktes erfolgt mit besonders emissionsarmen Fahrzeugen, deren Abgasstandards deutlich unter den europäischen Vorgaben liegen. Ein innovativer erdgasbetriebener LKW wird derzeit getestet.

"Mit dem ersten Tengelmann Klimamarkt setzen wir erneut einen Leuchtturm im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, indem wir zeigen, dass man ein modernes Supermarktkonzept mit 50 Prozent weniger Energie und ganz ohne CO2-Emissionen betreiben kann", erläuterte Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann. "

[Quelle: Pressemitteilung der Unternehmensgruppe Tengelmann vom 01.12.2008]

Redaktion:

Dipl.-Ing. Christina Lang

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