Newsletter 24/2009

Vom 17. Dezember 2009

Die EOR unterwegs im Januar

Am 21. und 22. Januar sind wir auf der Messe „Stadt-Land-Umwelt“ in Ludwigshafen im Pfalzbau. Hier beraten Sie unsere Mitarbeiter zu Themen der Energieeffizienz und zu Fördermöglichkeiten für energieeffizientes Bauen und Sanieren und den Einsatz erneuerbarer Energien.

Am 23. Januar sind wir mit einem Beratungsstand im Bürgerhaus in Münchweiler vertreten.

Im Rahmen der Kampagne „Unser Ener“ hat ein Partnernetzwerk aus Experten mit dem gemeinsamen Ziel der Energieeinsparung einen Wettbewerb für Energie sparende Modernisierungen in Rheinland-Pfalz veranstaltet und entsprechend ausgezeichnet. Diese Ausstellung veranschaulicht neben Modernisierungsobjekten ebenso Neubauten wie Energiesparhäuser, die mindestens dem KfW-40-Standard entsprechen und anschauliche Einblicke für Energie sparendes Bauen geben. Die EOR zeigt ab dem 04. Januar 2010 bis zum 29. Januar 2010 die "Unser Ener"-Wanderausstellung in der Verbandsgemeindeverwaltung Unkel zu den Themen Sanierung und Altbau und vom 29. Januar bis 26. Februar 2010 in den Kreisverwaltungen Bad Kreuznach (Thema Sanierung) und Ahrweiler (Themen Sanierung und Neubau).

Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz sind die Mitarbeiter der rheinland-pfälzischen Energieagentur im Januar mit dem „Unser-Ener“-Infomobil an folgenden Einsatzorten zu finden:

  • 21.-22.01.2009:                   Stadt-Land-Umwelt, Ludwigshafen
  • 23.01.2009:                          Bürgerhaus Münchweiler/Alsenz

EOR-Seminarangebote 2010

Die rheinland-pfälzische Energieagentur (EOR) bietet auch im Jahre 2010 ein umfangreiches Angebot an Seminaren für Architekten, Ingenieure sowie Energieberater an.

Als Newsletter-Empfänger genießen Sie die Vorzüge, stets über unsere aktuellsten Seminare unterrichtet zu werden. Um Ihnen ein bestmögliches und umfassendes Angebot bieten zu können, werden wir selbstverständlich nur durch kompetente und erfahrene Fachleute aus Wissenschaft und Praxis unterstützt.

Auszeichnend für unsere Seminare sind kleine Seminargruppen und praxisnahe Beispiele verbunden mit verschiedenen Lehrmethoden.

 

EnEV 2009 – Was ist neu?

– 1 Tages Seminar: 09.02.2010 –

Nicht Mitglieder 200,00€ | EOR Mitglieder 150,00€

 

EnEV 2009 – Anwenderschulung Wohngebäude

– 3 Tage Seminar: 23.02.2010 | 24.02.2010 | 01.03.2010 –

Nicht Mitglieder 600,00€ | EOR Mitglieder 450,00€

 

DIN V 18599 – nach Anlage 11 gemäß § 21 der EnEV 2009

– 6 Tage Seminar: 19.01.2010 | 20.01.2010 | 26.01.2010 | 27.01.2010 | 02.02.2010 | 03.02.2010

Nicht Mitglieder 1200,00€ | EOR Mitglieder 1000,00€

 

Thermographie/Blower Door

– 2 Tage Seminar: 13.04.2010 | 14.04.2010 –

Nicht Mitglieder 300,00€ | EOR Mitglieder 175,00€

 

Passivhaus

Informationen und Angaben zu den Terminen und Konditionen demnächst online auf

www.eor.de/weiterbildung.html

 

Detaillierte Informationen und Angaben zu den Terminen und Konditionen zu unseren Seminarangeboten können auf unserer Internetseite www.eor.de/weiterbildung.html einsehen.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, würden wir uns freuen, Sie zu unseren Seminaren begrüßen zu dürfen.

Nachgefragt*: Umbau einer Scheune im Passivhausstandard

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Innenraum - Aufgang ins 1. OG
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Ansicht aus dem Hof mit PV-Anlage
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Ansicht von der Straße

Der Malerbetrieb Nieder aus Marnheim im Donnerbergkreis konnte zum 90jährigen Firmenjubiläum seine neuen Verkaufs- und Büroräume einweihen, die im Passivhausstandard vom Architekturbüro Müller und Mizera geplant wurden.

Der Familienbetrieb, der einst in einem Keller mit seinen Arbeiten anfing, entschied sich mit dem Kauf und dem Umbau der Scheune bewusst für die innerörtliche und wohnungsnahe Lage in Marnheim.

Die Verkaufs- und Büroräume wurden durch den Neubau einer Werkstatt ergänzt. Da diese dem Haupttrakt räumlich und energetisch untergeordnet ist, wurden beide Bereiche durch eine Dämmung thermisch voneinander getrennt.

Im Zuge der Sanierung wurden die Räumlichkeiten ebenfalls vergrößert, wobei sich die Konstruktionen der Gebäudeteile voneinander unterscheiden.

Um den Charakter des Gebäudes zu erhalten, wurde im Bereich der alten Scheune eine Innendämmung aus Zellulose aufgebracht. Aus diesem Grund hat man straßenseitig und rückwärtig die alten, halbrunden Fenster belassen können und eine zweites Fenster dahinter eingebaut. Die Öffnung des alten Scheunentors ist heute das Schaufenster des Ladenlokals und dient als Kundeneingang. Die hohen Räume im Obergeschoss als auch die sichtbaren Dachbalken lassen die Geschichte des Gebäudes im Innenraum sichtbar werden. 

Das Gebäude wird über eine Lüftungsanlage mit Frischluft versorgt, die an einen ca. 45 m langen Erdwärmetauscher mit zentralem Kanal und zwei Bypässen angebunden ist. Der relativ geringe Warmwasserbedarf kann mittels Durchlauferhitzer bereitgestellt werden. Auf den Dächern ist zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von fast 15 kWp installiert.

Um das eigene Leistungsspektrum darstellen zu können, führte die Firma Nieder die Dämm-, Boden-, Wand bzw. Malerarbeiten selbst aus. Des Weiteren werden die einzelnen innenräumlichen Einbauten als Präsentationsflächen für Materialien und Techniken genutzt.

Das Innenraumkonzept zeigt zudem traditionsreiche Elemente, die ein Stück Firmengeschichte darstellen. So sind beispielsweise alte Werkzeuge ausgestellt.

Dank einer sorgfältigen Planung und Kooperation zwischen Architekt und Innenarchitektinnen dient das Gebäude im Ganzen als Schau – und (Re)Präsentationsfläche für den Betrieb.

Die Bauherren konnten ihre eigenen Ideen einbringen und sind heute von der Lebensqualität in den Räumlichkeiten begeistert.

*„Nachgefragt“ ist eine Rubrik in unserem Newsletter, in der wir Gespräche mit Unternehmen aus Rheinland-Pfalz führen, die innovative Ideen zur Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien umsetzen.

[Quelle: Interview mit Herrn Mizera vom 19. November 2009]

BLE übernimmt Beratung für Rheinland-Pfalz und Saarland im Bioenergieanbau

Ab sofort können sich Land- und Forstwirte im Saarland und in Rheinland-Pfalz von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) über die effiziente Herstellung von Biomasse beraten lassen.

Im Auftrag der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) bietet die BLE diesen kostenlosen Service als offizieller Ansprechpartner für den Bioenergieanbau an. Bundesweit ist sie damit eine von insgesamt zwölf regionalen Anlaufstellen. Die Fachberatung richtet sich sowohl an bereits laufende Bioenergie-Betriebe als auch an Interessierte, die vor einer konkreten Planung stehen.

Die Unterstützung der BLE reicht dabei von der individuellen Grundberatung mit Vor-Ort-Besuch über eine Analyse der Betriebssituation bis hin zur Erstellung eines fachkundigen Konzeptes. Für die BLE ist das Thema Bioenergie nichts Neues: Bereits seit den 90er Jahren beschäftigen sich ihre Fachreferenten mit der Energieproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen.

Darüber hinaus sollen die Bioenergie-Experten die Öffentlichkeit über die Vorteile einer „Energieproduktion auf dem Acker“ aufklären. Das bundesweite Beratungsangebot ist Bestandteil des Aktionsprogramms "Energie für morgen – Chancen für ländliche Räume" vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz.

Kontakt:

Frank Lenz
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Bioenergieberatung
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

Tel.: 06571-1499768
Mail: bioenergie@ble.de

Mehrheit der Deutschen für weiterhin unverminderte Förderung bei Erneuerbaren Energien

Die klare Mehrheit der Deutschen wünscht einen weiteren starken Ausbau und unverminderte Förderung der Erneuerbaren Energien (EE). Auch durch alle politischen Lager zieht sich eine breite Zustimmung für EE. Kommunal- und Landespolitiker sollen sich stärker für EE engagieren. Eine Mehrheit fordert zudem externe Kosten aller Energieträger in der Stromrechnung transparent zu machen.

Dies sind einige zentrale Ergebnisse der 3. jährlichen Forsa-Umfrage zur Akzeptanz der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Auftraggeber der Umfrage ist die Agentur für Erneuerbare Energien. Deren Geschäftsführer Jörg Mayer zeigt sich erfreut über das klare Meinungsbild, das die bevölkerungsrepräsentative Umfrage ergeben hat: „Trotz kontroverser Diskussion um die Energiepolitik der Zukunft ist die hohe Akzeptanz Erneuerbarer Energien seit Jahren ungebrochen. 95 Prozent der mehr als 1.000 Befragten hielten den Ausbau und die verstärkte Nutzung der Erneuerbaren Energien für wichtig bis außerordentlich wichtig. Und 78 Prozent der Bevölkerung hätten am liebsten Strom aus regenerativen Quellen für die eigene Stromversorgung“, so Mayer.

Dabei sei den Befragten sehr wohl bewusst, dass der Umstieg auf Erneuerbare Energien nicht zum Nulltarif zu haben sei: Vor die Wahl gestellt, Investitionen eher in den Ausbau Erneuerbarer Energien zu lenken oder vorläufig weiter in herkömmliche Energieträger wie Kohle, Gas und Atomkraft zu investieren, plädierten 81 Prozent der Befragten für einen stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dafür sollte die Förderung nach Meinung von 76 Prozent der Befragten auf bisherigem Niveau beibehalten werden. Lediglich 20 Prozent wollten die Förderung der Erneuerbaren Energien lieber absenken. Dabei spiele die Parteienpräferenz der Befragten eine eher untergeordnete Rolle: Die Skala der Befürworter einer unverminderten Förderung reiche von 71 Prozent bei FDP-Anhängern bis zu 86 Prozent bei Anhängern der Partei Die Linke.

Neben den finanziellen Ausgaben würden auch die technischen Anlagen zur Erzeugung regenerativen Stroms von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert. Knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent) fänden Erneuerbare-Energien-Anlagen in ihrer Nachbarschaft „sehr gut“ oder „gut“. Jörg Mayer verweist dabei auf eine Besonderheit: „Die detaillierte Aufschlüsselung der Befragten erlaubt auch Rückschlüsse darauf, wie Menschen, die bereits konkrete Erfahrungen mit Erneuerbaren Energien gesammelt haben, die Anlagen bewerten. Das Ergebnis ist in allen Kategorien eindeutig: Wer Erneuerbare Energien bereits aus der eigenen Umgebung kennt, bewertet sie sogar überdurchschnittlich gut. Beispiel Windenergie: 55 Prozent der Gesamtbevölkerung stehen Windkraftanlagen positiv gegenüber. In der Gruppe, die Windräder in der Nachbarschaft haben, wächst die Zustimmung auf 74 Prozent.“

Folglich würde auch eine große Mehrheit der Befragten Landes- und Kommunalpolitiker stärker in die Pflicht nehmen wollen Erneuerbare Energien voranzubringen: 81 Prozent erwarteten ein „verstärktes Engagement“, nur eine kleine Minderheit wünschte ein „geringeres Engagement“ (5 Prozent) oder hielte das bisherige Engagement der Landes- und Kommunalpolitiker für „gerade richtig“ (7 Prozent).

Erstmals war ein Fragenkomplex zu externen Kosten der Energieversorgung Teil der Umfrage. Externe Kosten werden durch Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschäden verursacht, die durch die verschiedenen Energieträger in unterschiedlicher Höhe entstehen. Dabei ermittelte Forsa, dass 88 Prozent der Befragten auf ihrer Energiekostenabrechnung eine regelmäßige Information über entstandene externe Kosten wünschten. „Dies wäre ein guter und wichtiger Beitrag, um jeden einzelnen Bürger für einen besseren Klimaschutz zu sensibilisieren“, so Jörg Mayer.

Klimaschutz praktisch: Energie passiv nutzen Energiespar-Ratgeber der Klimaschutzkampagne integrieren Passivhausstandard

Während in Kopenhagen internationale Lösungen verhandelt werden, zeigt die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Klima sucht Schutz“ Klimaschutz der praktischen Art: Mit dem neuen „Passivhaus-Spezial“ und verschiedenen Energiespar-Ratgebern informiert sie auf www.klima-sucht-schutz.de Endverbraucher, wie sie persönlich von der Passivhaus-Bauweise im Neu- und Altbau profitieren können und von welchen vorbildlichen Praxisbeispielen sie abschauen können. Drei der insgesamt 15 Energiespar-Ratgeber der Klimaschutzkampagne wurden um verschiedene Optionen zum Passivhausstandard erweitert. Im Ratgeber „Heizkosten im Neubau“ haben Bauherren von Wohngebäuden jetzt die Möglichkeit, neben dem schnellen Vergleich verschiedener Heizsysteme auch die Energiebilanz und Wirtschaftlichkeit eines Passivhauses, das ganz ohne separates Heizsystem auskommt, zu prüfen. Schnell und unkompliziert können Nutzer die individuelle Höhe der nötigen Investitionen sowie der laufenden Verbrauchs- und Betriebskosten in Erfahrung bringen. Auch die CO2-Emissionen der ausgewählten Systeme werden gegenübergestellt. Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) verlangt beispielsweise für ein neu gebautes Einfamilienhaus einen jährlichen Heizwärmebedarf von höchstens 95 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Das Energiesparwunder Passivhaus mit seinem Bedarf von weniger als 15 Kilowattstunden unterläuft diese Vorgaben um ein Vielfaches.

Passivhaus-Modernisierungen im Altbau lohnen sich

Der „Modernisierungsratgeber“ bietet nach der Bewertung des Energieverbrauchs des bestehenden Gebäudes an, Passivhauskomponenten als Modernisierungsmaßnahmen auszuwählen. Auch in Bestandsgebäuden können sich diese Maßnahmen lohnen, wie Tanja Loitz, die Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH, Trägerin der Klimaschutzkampagne, erklärt: „Ein durchschnittliches Einfamilienhaus hat einen Energieverbrauch von 180 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Mit den üblichen Modernisierungsmaßnahmen nach EnEV-Standard können die Eigentümer diesen Verbrauch auf ca. 70 kWh reduzieren. Nach der Modernisierung mit Passivhauskomponenten werden nur noch 10 bis 20 kWh verbraucht.“ Wie sich diese enorme Energie- und damit Kosteneinsparung zu den Investitionskosten verhält und was das für den CO2-Ausstoß bedeutet, ermittelt der „Modernisierungsratgeber“ für jeden Nutzer individuell. Den Abschluss der Beratung bilden jeweils regionale Adressen von Handwerkern und Energieberatern, mit denen das Bau- oder Modernisierungsvorhaben dann gemeinsam umgesetzt werden kann. Auch wer sich zunächst über bereits realisierte Passivhausprojekte informieren will, findet ab sofort schnelle Hilfe. Das „BestPractice Archiv“ wurde um 25 Objekte erweitert. Dem Nutzer stehen umfangreiche Informationen sowohl über neu gebaute Passivhäuser als auch modernisierte Altbauten zur Verfügung, die er sich Postleitzahl-gesteuert anzeigen lassen kann. Die Kontaktdaten der ausführenden Architekten und Planungsbüros werden ebenfalls angeboten. Der Ratgeber „Heizkosten im Neubau“ und das „BestPractice Archiv“ stehen den Nutzern ab dem 7. Dezember zur Verfügung, die Neuerungen im „Modernisierungsratgeber“ folgen am 8. Dezember. Zusätzlich bietet die Kampagnenwebsite im Rahmen eines Themenspezials umfangreiche Hintergrundinformationen zum Passivhaus.

Beck überreicht Landesverdienstorden an Horst-Dieter Spitz

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Ministerpräsident Beck mit Ehrenträger Spitz

Mainz: Ministerpräsident Kurt Beck hat vergangenen Montag zehn verdiente Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Sie erhalten damit für herausragende Leistungen und besondere Verdienste die höchste Auszeichnung, die Rheinland-Pfalz zu vergeben hat.

Zu den Ehrenträgern gehört Dipl.-Ing. Horst-Dieter Spitz aus Gommersheim, der vor allem für seine Verdienste um die rheinland-pfälzische Energie-Agentur EOR ausgezeichnet wurde. Beck betonte dabei, dass sich durch Spitz` hohe fachliche und soziale Kompetenz während seiner Arbeit als Vorstandsvorsitzender die EOR zu dem entwickeln konnte, was sie heute ist: eine Energieagentur auf breiter Basis mit inzwischen rund 100 Mitgliedern.

In enger Zusammenarbeit mit dem jeweils zuständigen Ministerium stärkt die EOR seit ihrer Gründung 1997, bei der Herr Spitz ebenfalls Gründungsmitglied war, das öffentliche Bewusstsein für eine effiziente Energienutzung, so z.B. für die Umsetzung von Maßnahmen für energieeinsparende und umweltschonende Techniken, die Förderung erneuerbarer Energien, die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Einsparung klimarelevanter Treibhausgase.

„Die heute Geehrten tragen zu einer Bürgergesellschaft bei, in der jeder mehr tut als seine Pflicht. Diese Gesellschaft streben wir an, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen“, so Ministerpräsident Beck in seiner Ansprache.

Der Rheinland-Pfälzische Landesverdienstorden wurde 1982 erstmals verliehen. Um die herausragenden Leistungen der Ordensträgerinnen und Ordensträger zu betonen, ist die Anzahl der lebenden Trägerinnen und Träger auf 800 begrenzt.

Energieeffizienz in Gebäuden: Der Aufbau eines weltweit nutzbaren Internet-Portals bigEE beginnt

Auf kurze bis mittelfristige Sicht bietet die Erhöhung der Energieeffizienz das schnellste, wirtschaftlichste und größte Minderungspotenzial beim Klima- und Ressourcenschutz. "Jedes Land auf der Erde könnte bis 2020 seinen Energieverbrauch durch wirtschaftliche Energiesparmaßnahmen um 15 bis 20 Prozent verringern", erläutert Dr. Stefan Thomas, Leiter der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik. "Jedoch fehlt den meisten Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft der Überblick, wo die wichtigsten und kostengünstigen Maßnahmen ansetzen sollten und wie sie am besten in Angriff genommen werden können."

BigEE soll hier Abhilfe schaffen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert das Vorhaben "bigEE - Bridging the Information Gap on Energy Efficiency in Buildings", das das Wuppertal Institut unter der Leitung von Dr. Stefan Thomas jetzt startet. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative, die aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages eingerichtet wurde. Mit bigEE wird das weltweit vorhandene Wissen zu Energieeffizienz erfasst, auf wissenschaftlicher Grundlage vergleichbar gemacht, für Entscheidungsträger und Fachleute gut nutzbar publiziert und über ein Netzwerk von Partnern verbreitet.

Gemeinsam mit der Bundesregierung wird zudem angestrebt, mit diesem Wissensportal Beiträge zum geplanten Sustainable Buildings Network innerhalb der neuen International Partnership for Energy Efficiency Cooperation zu leisten.

China und Indien sind die ersten Partnerländer in diesem Netzwerk, später sollen mindestens drei weitere Schwellenländer hinzukommen. Mit weltweit gültigen Informationen und speziellen Seiten für diese Länder wird das Wuppertal Institut in den kommenden Jahren ein internetbasiertes Wissensportal zu "Energieeffizienz im Gebäudesektor" aufbauen. Kooperierende Institutionen sind neben dem Bundesumweltministerium voraussichtlich u. a. die Internationale Energieagentur (IEA), die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen über das Center for Sustainable Consumption and Production (CSCP). Diese und weitere Partner in fünf Schwellenländern werden die Informationen aktiv nutzen und verbreiten.

Das Vorhaben wird stärkere Aufmerksamkeit schaffen für den vielfältigen Nutzen von Energieeffizienz insbesondere auf der Nachfrageseite; konkretes Wissen über technische Lösungen, Potenziale, Nutzen und Kosten energieeffizienter Lösungen, machbare Umsetzungsstrategien und Pakete von Politiken und Maßnahmen sowie Umsetzungsergebnisse an Akteure der Zielgruppen vermitteln – kohärent, integriert und leicht verständlich; die Kommunikation über diese Themen stimulieren.

Primäre Zielgruppen dieses Wissensangebots sind Entscheidungsträger in der Politik. Aber auch öffentliche und private Investoren sowie Berater und sonstige Akteure zählen dazu. Informationen sollen mit Blick auf diese Zielgruppen aufbereitet und adressatengerecht zur Verfügung gestellt werden.

Für die Partnerländer werden spezifische Seiten zu Potenzialen je Sektor und Anwendungsbereich, wirtschaftlichem Nettonutzen, länderspezifischen Akteursstrukturen in den Energieeffizienzmärkten sowie bestehenden Politikinstrumenten und guten Beispielen erstellt. Diese Seiten werden den Kernbereich der Plattform mit dem weltweit nutzbaren Wissen zu Energieeffizienz in Gebäuden ergänzen.

"Für das Wuppertal Institut hat Energieeffizienz schon immer eine zentrale Rolle in der Forschung gespielt, nicht zuletzt durch das Wirken seines ehemaligen Präsidenten, Professor Peter Hennicke", betont Prof. Dr. Manfred Fischedick. Der Vizepräsident und derzeitige Leiter des Instituts fährt fort: "Wir freuen uns daher besonders, dass Prof. Peter Hennicke uns bei diesem Vorhaben als Senior Advisor unterstützen wird. Das internationale Klimaschutzprojekt dient der Gewinnung und nutzergerechten Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse und entspricht damit exakt dem Grundauftrag des Instituts. Wir sind sicher, dass wir mit bigEE dazu beitragen werden, dass Energieeffizienz weltweit stärker wahrgenommen und eingesetzt wird."

[Quelle: www.wupperinst.org, Zugriff: 16.12.2009]

Kurz gemeldet aus Rheinland-Pfalz

Kaiserslautern: Denkmalschutz steht energetischer Sanierung im Weg

Zwei Anträge auf energetische Sanierung der Wohnhäuser im Bahnheim, welche die Baugenossenschaft Bahnheim bei der Stadtverwaltung Kaiserslautern eingereicht hat, wurden aus Gründen des Denkmalschutzes bislang abgelehnt. Jetzt hofft die Baugenossenschaft auf einen konstruktiven Dialog mit der Stadtverwaltung, um doch noch eine Lösung für die Sanierung der 340 Wohnungen, die 1986 unter Denkmalschutz gestellt wurden, zu finden.

[Quelle: Die Rheinpfalz, Pfälzische Volkszeitung vom 09.12.2009]

Region Nahe Hunsrück: Regionalbündnis SooNahe befasst sich nun auch mit regenerativer Energie

Das Regionalbündnis der drei Landkreise Bad Kreuznach, Rhein-Hunsrück und Birkenfeld mit inzwischen 450 Mitgliedern will vernetzt und gemeinsam etwas bewegen. Der neue Bereich „erneuerbare Energien“ umfasst Themen wie Biomasse und Windkraft, Photovoltaik und energieeffiziente Gebäudesanierung. Für das Frühjahr ist ein Forum zum Thema „SooNahe – 100 Prozent erneuerbar“ geplant.

[Quelle: Rhein-Zeitung, Öffentlicher Anzeiger vom 15.12.2009]

Ludwigshafen: Pfalzwerke bauen Bioenergie-Sparte aus

Als derzeitigen Schwerpunkt der Sparte Erneuerbare Energien der Pfalzwerke AG gilt der Bau neuer Anlagen zur Produktion von Strom aus Sonnenenergie und Biogas sowie zur Erzeugung von Wärme aus Biomasse. Im Landkreis Kusel sind seit Mitte 2008 8,5 Millionen Euro in den Bau von Photovoltaikanlagen geflossen, im Donnerbergkreis ist der Bau von zwei bis drei Biogasanlagen geplant. Auch in der Vorderpfalz und der Westpfalz ist bis 2011/2012 der Bau weiterer Biogasanlagen geplant. In Maikammer ist der Bau einer Biomasse-Nahwärmeversorgung bereits konkret geplant.

[Quelle: Die Rheinpfalz, Ludwigshafener Rundschau vom 05.12.2009]

Wörrstadt: Windpark geht ans Netz

Der Windpark Wörrstadt wird von nun an rund 9000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen können und hat eine Gesamtleistung von 30 Millionen Kilowatt. Er versorgt damit fast alle Privathaushalte der VG Wörrstadt und bringt diese damit ihrem Ziel, den gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken, ein großes Stück näher.

[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung vom 09.12.2009]

Redaktion:

Dipl.-Ing. Christina Kaltenegger

Fragen und Anregungen gerne an
newsletter(at)eor.de