Newsletter 24/2010

Vom 10. Dezember 2010

Die EOR unterwegs im Januar

Auf der Umwelt 2011 in Speyer beraten Sie unsere Mitarbeiter am 29. und 30. Januar 2011 zu allen Themen rund ums energieeffiziente Bauen und Sanieren und zu Energiespartipps für den Haushalt. Am 29.01. können Sie hier ebenfalls einen Vortrag der EOR zum Thema „Energieeffizienz durch Altbausanierung“ hören.

Im Rahmen der Kampagne „Unser Ener“ hat ein Partnernetzwerk aus Experten mit dem gemeinsamen Ziel der Energieeinsparung einen Wettbewerb fur Energie sparende Modernisierungen in Rheinland-Pfalz veranstaltet und entsprechend ausgezeichnet. Diese Ausstellung veranschaulicht neben Modernisierungsobjekten ebenso Neubauten wie Energiesparhäuser, die mindestens dem KfW-40-Standard entsprechen und anschauliche Einblicke fur Energie sparendes Bauen geben.Die EOR zeigt die Wanderausstellung ab dem 04. Januar in der Verbandsgemeindeverwaltung Cochem.

EOR-Seminarangebote 2011

Die rheinland-pfälzische Energieagentur (EOR) bietet auch im Jahre 2011 wieder ein exklusives Angebot an interessanten Seminaren unterschiedlicher Themenbereiche für Architekten, Ingenieure sowie Energieberater an.

Als Teilnehmer genießen Sie ein bestmögliches und umfassendes Angebot an Seminaren, in denen Sie sich, betreut von kompetenten und erfahrenen Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis, auf hohem Niveau fortbilden können. Praxisnahe Beispiele, die Anwendung unterschiedlicher Lehrmethoden und die Beschränkung der Teilnehmerzahlen auf kleine, individuelle Lerngruppen zeichnen unser Fortbildungsangebot aus. 

Auch von der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz werden unsere qualitativ hochwertigen Seminare als Fortbildungsmaßnahmen anerkannt. Mitglieder der Ingenieurkammer können daher Fortbildungspunkte für Ihre Teilnahme erhalten.

Fit für Neukunden

– 1 Tages-Seminar:  28.01.2011 –

Nicht-Mitglieder 200,00€ | EOR-Mitglieder 150,00€

 

Energiesparende Lichttechnik – Beleuchtung

– 1 Tages-Seminar:  11.02.2011 –

Nicht-Mitglieder 200,00€ | EOR-Mitglieder 150,00€

 

Thermographie/Blower-Door I

– 2 Tages-Seminar:  21.03.2011 | 22.03.2011 –

Nicht-Mitglieder 275,00€ | EOR-Mitglieder 200,00€

 

Energiemanagement und -controlling, Lastmanagement

– 1 Tages-Seminar:  06.04.2011 –

Nicht-Mitglieder 200,00€ | EOR-Mitglieder 150,00€

 

DIN V 18599 – nach Anlage 11 gemäß § 21 der EnEV 2009

– 6 Tage-Seminar (B10):

11.01.2011 | 14.01.2011 | 18.01.2011 | 21.01.2011 | 25.01.2011 | 01.02.2011 –

Nicht-Mitglieder 1200,00€ | EOR-Mitglieder 1000,00€

 

Zertifizierter Passivhaus-Planer

– 10 Tage-Seminar (B11) inkl. Prüfung: 03.02.2011 | 08.02.2011 | 17.02.2011 | 24.02.2011 | 03.03.2011 | 15.03.2011 –17.03.2011 | 24.03.2011 | 31.03.2011 | 07.04.2011 | 09.04.2011

Nicht-Mitglieder 2190,00€ | EOR-Mitglieder 1890,00€

 

„Qualifizierungsseminare zur Energieausweiserstellung                

(nach Anlage 11 gemäß § 21 der EnEV 2009) und BAFA-Vor-Ort-Beratung“

– Blockseminar (B12) mit 15 Terminen –

– 05.05.2011 | 10.05.2011 | 12.05.2011 | 13.05.2011 | 17.05.2011 | 18.05.2011 | 19.05.2011

24.05.2011 | 26.05.2011 |31.05.2011 | 07.06.2011 | 09.06.2011 | 14.06.2011 | 16.06.2011 | n.V. –

Nicht-Mitglieder 2000,00€ | EOR-Mitglieder 1500,00€

 

Detaillierte Informationen und Angaben zu den Terminen und Konditionen zu unseren Seminarangeboten können Sie auf unserer Internetseite  www.eor.de/weiterbildung.htmleinsehen.

Wir weisen außerdem darauf hin, dass wir Bildungsprämien-Gutscheine annehmen, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert werden. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter: www.bildungsprämie.info

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, würden wir uns freuen, Sie zu unseren Seminaren begrüßen zu dürfen.

Für weitere Fragen steht Ihnen unsere Mitarbeiterin Frau Julia Kolz (Tel.: 0631-3503020 oder Email: kolz[at]eor.de) gerne zur Verfügung.

Energieeinsparpotenziale und Fördermöglichkeiten Kreissparkasse informiert Unternehmen und Betriebe

Energieeinsparung und die damit einhergehende Kostenreduzierung ist das Gebot der Stunde. Die Kreissparkasse widmete diesem wichtigen Thema nun zum wiederholten Male eine Informationsveranstaltung. Während man sich vor kurzem an die Haus- und Wohnungsbesitzer wandte, wurden nun auf Einladung des Kreditinstituts im Deutschordensaal Einsparpotenziale in Betrieben und Unternehmen thematisiert.

Unternehmen seien ständig gezwungen Kosten einzusparen, sagte Matthias Schlanke, stellv. Vorstandsmitglied der Kreissparkasse. Man wolle in dieser Veranstaltung deshalb speziell auf energiesparende Sanierungsmaßnahmen in Betrieben und Unternehmen eingehen. Schlanke: „Wir möchten etwas für unsere hiesigen Unternehmen tun.“

Dipl.-Ing. Oliver Rechenbach, stellv. Geschäftsführer der Landesenergieagentur Rheinland-Pfalz (EOR), führte in die Thematik ein und stellte die EOR als zentralen Ansprechpartner für Fragen zu Umwelt, Energie und Ressourceneffizienz vor. An Hand von Daten und Fakten machte er die Notwendigkeit von energiesparenden Maßnahmen deutlich. Weiter steigende Energiekosten könnten in manchen Unternehmen bis zu 5% des Umsatzes ausmachen. Allein bei den Leuchtmitteln gäbe es Sparpotenziale bis zu 70%.

Basisinformationen über die verschiedenen Fördermöglichkeiten, Zuschüsse und Kredite sowie die Abwicklungsmodalitäten gab Bernd Herrmann, Direktor Sparkassenleistungsverbund West LBBW, Mainz. Für jede Investition gäbe es den geeigneten Fördertopf und die richtige Laufzeit, erläuterte der Referent. Eine individuelle Beratung bei den Sparkassen vor Ort helfe, die optimalen Finanzierungsbausteine zu finden.

Für ein Energiecontrolling, d.h. die regelmäßige Erfassung der Energieträger plädierte Dirk Schmidt, Gebäudeenergieberater der HWK. Das mache den Verbrauch transparent und lasse Fehlentwicklungen rechtzeitig erkennen, so Schmidt. 15 bis 20% Einsparpotenziale sieht er u.a. bei Pumpen, Kälteanlagen, Elektromotoren und Ventilatoren. Nicht investive und organisatorische Effizienzmaßnahmen könnten schon mit geringem finanziellen Aufwand realisiert werden und erzielten gleichwohl Energieeinsparungen von bis zu 15%.

Gelegenheit mit den Referenten und den Beratern der Kreissparkasse ins Gespräch zu kommen, gab es anschließend bei einem Imbiss in der Kundenhalle.

[Quelle: Pressemitteilung der Kreissparkasse Kaiserslautern vom 30.11.2010]

Leitstern 2010 – Der Bundesländerpreis für Erneuerbare Energien Preisverleihung am 25. November in Berlin

Rheinland-Pfalz belegt anhand einer Studie zur Nutzung Erneuerbarer Energien unter den 16 Bundesländern den 8. Platz und hat sich damit im Bundesländervergleich aus dem Jahr 2008 um einen Platz in der Rangliste verbessert.

Der von der Agentur für Erneuerbare Energien verliehene Bundespreis „Leitstern 2010“ wurde in der Gesamtwertung „Bestes Bundesland Erneuerbare Energien“ an Brandenburg vergeben.

Dies wurde aufgrund einer Länder-Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ermittelt. Sie untersucht politische Weichenstellungen der Landespolitik ebenso wie Anteile und die Ausbaudynamik von Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie. Zu den 55 erfassten Kriterien gehören ebenfalls wirtschaftspolitische Strategien und Erfolge, wie beispielsweise Forschungsausgaben der Bundesländer und die Ansiedlung von Unternehmen und die damit verbundene Anzahl von Arbeitsplätzen. Auftraggeber der großangelegten Studie ist die Agentur für Erneuerbare Energien.

Im Bundesländervergleich 2010 erreicht Brandenburg wie schon 2008 den ersten Platz. Hervorzuheben ist, dass das Bundesland in allen Kategorien zu den besten Ländern gehörte und dies über eine Berechnung der erste Platz in diesem Ranking bedeutete. Unter anderem punktete das Land mit ambitionierten Ausbauzielen, hohem Anteil von Windkraft und Biogas sowie bei Forschung und Beschäftigung im Bereich der Erneuerbaren Energien. Auf den Plätzen zwei und drei in diesem Bundesländervergleich 2010 folgen Thüringen und Baden-Württemberg.

Thüringen, das im Jahr 2008 den zehnten Platz belegte und nun auf Platz 2 logiert, wurde aufgrund dieser starken Dynamik noch mit dem Leitstern 2010 in der Kategorie „Aufsteiger“ ausgezeichnet. Das Land ist Spitzenreiter bei der Zubaudynamik der Erneuerbaren Energien. Des Weiteren wurde an Bayern der Sonderpreis „Bürgerengagement“ verliehen. Das Bundesland liegt im Ländervergleich auf Platz 7, ist aber führend bei der gesellschaftlichen Akzeptanz der Erneuerbaren Energien sowie bei der Nutzung von Holz- und Solarheizungen, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen.

Das Land Rheinland-Pfalz belegt in dieser Studie in verschiedenen untersuchten Sparten vordere Ränge. So sind beispielsweise die Anstrengungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Vergleich zu anderen Bundesländern verstärkt worden. Des Weiteren rangiert das Bundesland bei der Bereitstellung von Energieberichten und – Statistiken auf einem der vordersten Plätze und gehört in vielen weiteren Rankings zur Spitzengruppe. Die Anstrengungen für den technologischen- und wirtschaftlichen Wandel sind in Rheinland-Pfalz jedoch im Vergleich zu anderen Bundesländern der Studie nach noch unterdurchschnittlich. Mit den auf das Bruttoinlandsprodukt bezogenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegt das Land auf dem viertletzten Platz. Anhand der Untersuchung nach wird Rheinland-Pfalz und weiteren sechs Bundesländern ein hohes politisches Engagement für die Erneuerbare-Energiebranche attestiert. Neben diesen Faktoren sind die industrie- und technologiepolitischen Erfolge im Verhältnis zu den anderen Ländern noch im niedrigen Bereich. Unter anderem liegt Rheinland-Pfalz bei dem bewerteten Punkt „Patente“ auf dem letzten Rang.

Das Gesamtresümee der Studie besagt, dass bei allen Bundesländern noch Potenziale des Ausbaus der Erneuerbaren Energien existieren.

Die Zusammenfassung der Studie, ausführliche Informationen, Grafiken und die einzelnen Länderergebnisse finden Sie unter folgendem Link:

www.leitstern2010.de:

[Quelle:  www.leitstern.de, Zugriff: 10.12.2010]

Energieeffizienz in Krankenhäusern

14 Kliniken aus Rheinland-Pfalz nahmen über ein Jahr regelmäßig am „Energieeffi-zienztisch für Krankenhäuser“, begründet vom Umweltministerium, teil. Zum Abschluss des landesweiten Pilotprojektes steht fest: Es gibt in Krankenhäusern vielfältige Einspar- und Effizienzpotenziale zu entdecken. Der Erfahrungsaustausch der Häuser untereinander vereinfacht die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten erheblich.

Umweltministerin Margit Conrad zog eine erste Bilanz und sagte: „Krankenhäuser gehören zu den Einrichtungen mit hohem Energiebedarf, Wärme und Strom kosten pro Krankenhausbett über 3.300 Euro jährlich. In deutschen Krankenhäusern werden jährlich ca. 12,5 Millionen MWh an Wärme und ca. 3,9 Millionen MWh an Strom verbraucht – das verursacht Kosten von ca. 1,7 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Kostensenkung im Gesundheitswesen ist ein Aspekt des Projektes, Klimaschutz ein zweiter. Es galt intelligente, maßgeschneiderte Lösungen zu finden, um Energieverbräuche ohne Leistungseinbußen zu mindern. Am Energieeffizienztisch hat sich gezeigt, dass es möglich ist, die Budgets von steigenden Energiekosten zu entlasten. Das Ergebnis ist überzeugend, so dass weitere Kliniken einbezogen werden sollen.“

Die Betreuung und Beratung wurde vom Umweltministerium mit insgesamt 50.000 Euro unterstützt; die Krankenhäuser selbst investierten nochmals dieselbe Summe.

Das Umweltministerium hatte die beteiligten Kliniken in öffentlicher oder privater Trägerschaft eingeladen und über Beratungsbüro mit angeschlossenem Expertennetzwerk 8 moderierte Workshops zu Energiethemen z.B. Gebäudesanierung oder Blockheizkraftwerke angeboten. Zum Programm gehörten auch Beratungstermine vor Ort für jede Klinik. Ein Arbeitsschwerpunkt galt der Verringerung des Stromverbrauchs: zum Beispiel Beleuchtungssysteme, aber auch Möglichkeiten sparsamer EDV-Technik wurden untersucht. Bei den Heizsystemen erwies sich etwa die Erzeugung von Wärme und Strom durch ein Blockheizkraftwerk als vorteilhaft. Neben den betrieblichen Abläufen wurde auch die Arbeitsorganisation analysiert. Als sehr nützlich zeigte sich auch die Erstellung von Stromlastprofilen und Mitarbeiterinformationen zur Veränderung des Nutzerverhaltens im Krankenhaus. Am Ende standen für alle Häuser eine Energieanalyse sowie ein abgestimmtes Maßnahmenprogramm mit Kostenplan und Amortisationszeiten zur Verfügung.

Conrad: „Die Gesamtbilanz ist im Hinblick auf Kosteneinsparung und auf Umweltschutz beeindruckend. Insgesamt haben die Teilnehmer am Energieeffizienztisch über 240 Vorschläge erarbeitet, teilweise umgesetzt oder zumindest mit der Umsetzung begonnen. Einige Maßnahmen brauchen nur geringe Investitionen, andere amortisieren sich längstens nach 5 bis 6 Jahren.“

Das Projekt zeigt: Würden alle Maßnahmen umgesetzt, so könnten in einem ersten Schritt die 14 beteiligten Krankenhäuser zusammen pro Jahr über 730.000 Euro einsparen bei einer Investitionssumme von rund 4,3 Millionen Euro. Der jährliche Energieverbrauch würde sich dabei um mehr als 2,9 Millionen Kilowattstunden und die CO2-Einsparung um 1.100 Tonnen verringern. Allein der Stromverbrauch könnte um gut 1,5 Millionen Kilowattstunden reduziert werden – das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von mehr als 400 Haushalten.

Das bestehende Energieeffizienz-Netzwerk soll fortgeführt werden und eine zweite Runde am Energieeffizienztisch starten.

Rückblick Veranstaltung Smart Grids und virtuelle Kraftwerke

Am 25. November fand die Tagung „Smart Grids und virtuelle Kraftwerke – Wertschöpfung, Kundenbindung und Netzoptimierung“ im Schloss Waldthausen in Mainz statt.

Die Veranstaltung, die vom rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz und der Transferstelle Bingen durchgeführt wurde, fand bei vielen Akteuren großen Zuspruch.

Ziel der Veranstaltung war es, den Teilnehmern einen Überblick über den Stand der Technik, aktuelle Projekte und geeignete Komponenten für Smart Grids zu geben.

Intelligente Zähler, intelligente Netze und Virtuelle Kraftwerke gehören zu den Technologien mit großer Zukunft und einem hohen Wertschöpfungspotenzial für Energieversorger und Netzbetreiber, aber auch für Unternehmen der Elektrotechnik-, Elektronik- und IT-Branchen.

Frau Staatsministerin Margit Conrad vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz betonte in ihrem Impulsvortrag, dass die regenerativen Energien dezentrale unbedingt intelligente Strukturen bräuchten.

In den weiteren Vorträgen wurde diese Thematik dann näher erläutert. Neben den Themen Netzausbau, Virtuelles Kraftwerk, Direktvermarktung von Strom aus Biogasanlagen und neue Märkte für gesteuerte, flexible Erzeuger, die insbesondere Energieversorger, Netzbetreiber und Anlagenbesitzer ansprachen, wurden auch Themenpunkte für den Allgemeinverbraucher angesprochen. Die Themen Smart-Home als Teilnehmer im Smart-Grid und das Projekt mySmartGrid und Smart Metering befasste sich mit neuen Technologien, die zukünftig immer mehr beim privaten Endverbraucher zum Einsatz kommen werden. Hier wurden auch technische Umsetzungsmöglichkeiten mit diesen Systemen näher vorgestellt.

Neben diesen spannenden Themenfeldern wurden auch noch die Bereiche Mikro BHKW und stationäre Batterien als Komponenten des Smart Grid sowie eine regionales Energiemanagement zur Umsetzung eines virtuellen Kraftwerks vorgestellt.

Die Veranstaltung zeigte den teilnehmenden Akteuren den derzeitigen Stand der entsprechenden Entwicklungen in den einzelnen Themenfeldern und führte ihnen auch die entsprechenden Potenziale in diesen Bereichen auf.

Kabinett beschließt Umweltbericht 2010 der Bundesregierung

Deutschland ist weltweit führend im Umwelt- und Klimaschutz. Das ist das Ergebnis des Umweltberichtes 2010, den das Bundeskabinett kürzlich beschlossen hat. Der Bericht zieht eine Bilanz der Umweltpolitik der letzten vier Jahre und zeigt Perspektiven für die weitere Regierungsarbeit auf. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen unterstrich anlässlich der Vorstellung des Berichts im Kabinett das große wirtschaftspolitische Potenzial des Umweltschutzes: "Klima- und Umweltschutz, Ressourcen- und Energieeffizienz tragen in großem und wachsendem Umfang zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Wertschöpfung und zur technologischen Entwicklung in unserem Land bei. Der deutsche Anteil am Weltmarkt für Umwelttechnologien und -dienstleistungen beträgt heute 224 Milliarden Euro, das sind 16 Prozent. Unsere Unternehmen", führte Röttgen aus, "halten Anteile zwischen 5 und 30 Prozent am Export von Umweltschutzgütern. Unsere Kernkompetenzen liegen insbesondere in der umweltfreundlichen Energieerzeugung sowie in der Trennung und Verwertung von Abfall. Damit ist der Umweltsektor nicht nur Wachstumstreiber, sondern auch Beschäftigungsmotor: Rund 1,8 Millionen Menschen finden hier eine Beschäftigung, allein 340.000 im Bereich der erneuerbaren Energien".

Auch im Klimaschutz habe Deutschland seine Ziele erreicht: Das im Kyoto-Protokoll international gesteckte Ziel, den nationalen Treibhausgas-Ausstoß gegenüber 1990 bis 2010 um 21 Prozent zu senken, werde voraussichtlich sogar deutlich übererfüllt: Ende 2009 habe Deutschland bereits eine Reduktion von über 25 Prozent erreicht. Bis 2006 sei der globale Treibhausgas-Ausstoß um rund 24 Prozent gegenüber 1990 gestiegen. Die Bundesregierung werde sich daher weiterhin für den Abschluss eines neuen umfassenden und rechtsverbindlichen Klimaschutzabkommens für die Zeit nach 2012 einsetzen. Auf nationaler Ebene habe die Bundesregierung am 28. September 2010 mit dem Energiekonzept erstmals ein langfristiges Konzept vorgelegt, dass sich an der erforderlichen Reduktion der Treibhausgas-Emissionen orientiere und zugleich große Chancen für Wirtschaft und Beschäftigung eröffnete.

Der Umweltbericht dient der periodischen Unterrichtung des Parlaments und der Öffentlichkeit über Umweltsituation und Umweltpolitik in Deutschland. Er gliedert sich in die Kapitel "Umweltpolitik übergreifend und international", "Klimaschutz und zukunftsfähige Energieversorgung", "Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen", "Ressourceneffizientes Wirtschaften", "Umweltschutz ist Gesundheitsschutz" und "Mobilität der Zukunft". Detaillierte Darstellungen einzelner Parameter bieten die "Daten zur Umwelt" des Umweltbundesamtes und der "Daten zur Natur" des Bundesamtes für Naturschutz.

Der Umweltbericht 2010 ist unter www.bmu.de/46768 online verfügbar und wird Anfang 2011 auch als Broschüre in deutscher und englischer Sprache erscheinen.

Wettbewerb für energieeffizienten Wohnungsbau – jetzt bewerben!

Eigenheimbesitzer und Wohnungsunternehmen können im 4. „Unser Ener“-Wettbewerb insgesamt 24.000 Euro gewinnen. Umweltministerin Margit Conrad ruft zur Teilnahme an dem Wettbewerb auf, der im Rahmen der Kampagne des Umweltministeriums „Unser Ener macht mit “ Unsere beste Energie ist gesparte Energie" stattfindet und besonders energiesparende Gebäude in Rheinland-Pfalz auszeichnet. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2011.

„Immer mehr Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz erkennen die Chancen, die in einer umfassenden Modernisierung ihrer Gebäude stecken und viele Bauherren entscheiden sich heute bewusst für einen energiesparenden Neubau“, stellt Umweltministerin Conrad fest. "Auch die Sanierung im Gebäudebestand ermöglicht heute Standards die besser sind als für Neubauten gesetzlich vorgeschrieben".

Die Siegerobjekte der vergangenen Jahre zeigen, dass sich Energiesparen und der Einsatz neuer Technologien mit überzeugender Architektur und ausgezeichneter Wohnatmosphäre sehr gut verbinden lassen. Besonders junge Familien haben sich mit überzeugenden Bau- und Sanierungsvorhaben beworben und gewonnen.

Hauseigentümer aus Rheinland-Pfalz, die Ihr Haus modernisiert und dabei besonders auf energiesparende Maßnahmen geachtet haben, können ebenso teilnehmen wie Bauherren von Neubauten, die sich in Energieeffizienz und Architektur sehen lassen können. In einer eigenen Kategorie Mietwohnungsbau können auch Unternehmen der Wohnungswirtschaft mit ihren sanierten Objekten zur Teilnahme eingeladen, neu ist in diesem Jahr, dass auch private Vermieter mit ihren sanierten Objekten teilnehmen können.

Energie kann in Gebäuden mit vielfältigen Maßnahmen eingespart werden, immer mehr Hausbesitzer und Mieter setzen eigene Ideen um. Immer öfter sind es auch lokale Initiativen, Vereine, Kommunen und viele Andere, die mit besonderen Aktionen zum Energiesparen motivieren. In einer neuen Kategorie des Wettbewerbes werden besonders gelungene Einzelmaßnahmen und Aktivitäten ausgezeichnet.

Wettbewerb: Ausschreibung

Unser Ener sucht die besten Gebäudemodernisierungen und neuen Energiesparhäuser in Rheinland-Pfalz. Teilnahmeberechtigt ist jeder Bauherr oder Sanierer eines Ein- oder Zweifamilienhauses in Rheinland-Pfalz, der

  • die Modernisierung seines Hauses nach dem 1. Januar 2006 abgeschlossen hat und so den Energieverbrauch nachweisbar senken konnte oder
  • in einem nach dem 1. Januar 2006 fertig gestellten Neubau wohnt, der mindestens dem KfW 40 Standard entspricht, möglichst aber deutlich besser ist.
  • ein Mehrfamilienhaus mit mindestens drei Wohneinheiten in Rheinland-Pfalz energieeffizient modernisiert haben und so den Energieverbrauch nachweisbar senken konnten, so dass mindestens der Neubaustandard der EnEV 2007 erfüllt wurde.
  • eine innovative Einzelmaßnahme realisiert hat oder erfolgreich eine Aktion umgesetzt hat, die dazu beiträgt, in Wohngebäuden oder einer Wohnanlage Energie zu sparen.

Beurteilungsgrundlage sind die Reduzierung des Energiebedarfs, die Effizienz der Energieerzeugung, die Nutzung erneuerbarer Energien und eine gelungene architektonische Umsetzung der Maßnahme.

Die prämierten Objekte werden von der Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz im kommenden Frühjahr vorgestellt und ausgezeichnet.

Zu gewinnen sind in den vier Kategorien jeweils:

1. Preis 3.000 Euro; 2. Preis 2.000 Euro; 3. Preis 1.000 Euro

Wettbewerbsanträge im Internet unter www.unserener.de oder per Post bei Unser Ener, Postfach 1, Weissliliengasse 13, 55116 Mainz.

Weitere Infos finden Sie unter http://www.unserener.de/wettbewerb/.

10-Millionen-Euro-Förderprogramm des Umweltministeriums

Das 10-Millionen-Euro-Förderprogramm des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz unterstützt Hauseigentümer in Rheinland-Pfalz, anspruchsvolle Energiestandards in Neubau und Gebäudebestand umzusetzen und sich so dauerhaft von steigenden Energiepreisen zu entkoppeln. Gefördert wird die Verbindung von hocheffizientem Wärmestandard mit dem Einsatz erneuerbarer Energien.

Im Rahmen der Solarinitiative Rheinland-Pfalz wurde im Sommer eine neue Förderung für Dachsanierungen gestartet. Hausbesitzer erhalten 1500 Euro Zuschuss zur Dachsanierung, wenn auf diesem Dach eine Photovoltaikanlage installiert wird.

Informationen hierzu bekommen Sie über die EOR, Tel.: 0631-342 88 444.

Kurz gemeldet aus Rheinland-Pfalz

Mainz: Bau einer Biomasseanlage

Der Spatenstich zum Bau der Biomasseanlage in der Mainzer Oberstadt ist der erste Schritt zur Umsetzung des lokalen Projekts. Die 1,7 Millionen Euro teure Anlage wird 600 Tonnen Biomasse jährlich in Energie umsetzen. Damit sollen dann umliegende Firmen und Ämter über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgt werden. 

[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung,02.12.2010]

Kaiserslautern: Zweiter in der „Solar-Landesmeisterschaft“

Umweltdezernent Kiefer zieht für die Stadt Kaiserslautern eine positive Klimaschutz-Bilanz. Bei der installierten Leistung der PV-Anlagen liegt Kaiserslautern landesweit auf dem zweiten Platz. Auch im Bereich der Nutzung der Sonnenenergie zur Erzeugung von Warmwasser verzeichnet die StadtErfolge – die Fläche der Solarthermieanlagen beträgt inzwischen insgesamt 3450 Quadratmeter.

[Quelle: Westricher Rundschau, 03.12.2010]

Ober-Olm: Überschüssige Leistung soll genutzt werden

Dem mit Holzpellets gefeuerten Kraftwerk in Ober-Olm steht eine Erweiterung der Versorgung auf weitere Gebäude bevor. Von möglichen 500 Kilowatt pro Stunde wurden bisher nur 120 Kilowatt pro Stunde genutzt. Nun wird die Erweiterung der Verbraucher auf die Kirche, das Pfarrhaus sowie die TV-Turnhalle in Betracht gezogen.

[Quelle: Mainzer Rhein-Zeitung, 08.12.2010]

Koblenz: Umweltfreundliche Energieversorgung im Eltzerhof

Im Rahmen eines Contracting-Vertrages mit der Energieversorgung Mittelrhein GmbH läuft das Blockheizkraftwerk im Alten- und Pflegeheim Eltzerhof nun. Dadurch sind eine Einsparung bei den Energiekosten von 4000 Euro und die Reduktion der Kohlendioxidemissionen um etwa 60 000 Kilogramm möglich.

[Quelle: Rhein-Zeitung Koblenz, 08.12.2010]

Landau: Expertenbericht zum Erdbeben im Herbst 2009

Das Erdbeben vom Herbst 2009 in Landau ist sehr wahrscheinlich durch das Geothermiekraftwerk verursacht worden. Von den angefallenen 63 Schadensmeldungen können 51 laut Experten des Seismologischen Zentralobservatoriums jedoch nicht durch die Erschütterungen begründet werden. Um Erdbeben in Zukunft zu vermeiden, soll das Messnetz um Bohrlochmessstationen erweitert und eine Gefährdungsanalyse erstellt werden. 

[Quelle: Pfälzer Tageblatt, 09.12.2010]

FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN START INS NEUE JAHR

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Mit dem letzten EOR-Newsletter im Jahr 2010 wünschen wir Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Wir hoffe, dass wir Sie mit unserem Informationsangebot zufrieden gestellt haben und freuen uns, Sie auch im Jahr 2011 mit Informationen und Neuigkeiten zur EOR, zu Themen rund um Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien und zu Projekten und Aktivitäten in Rheinland-Pfalz versorgen zu dürfen.

Dabei freuen wir uns natürlich immer über Ihre Anregungen oder Pressemitteilungen.

Der nächste Newsletter wird nach der Winterpause am 14.01.2011 erscheinen.

IHR EOR-TEAM

Redaktion:

Dipl.-Ing. Christina Kaltenegger, M.A. Dipl.-Ing. (FH) Julia Ferger

Fragen und Anregungen gerne an
newsletter(at)eor.de