Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der EOR
Seit dem Jahr 2011 bietet die Landesenergieagentur EOR jungen Menschen die Möglichkeit, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) abzuleisten. Bei der EOR können sich die FÖJ’ler mit den Themen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien auseinandersetzen, zudem soll das FÖJ Orientierung bei der Berufs- und Studienwahl bieten.
Der erste FÖJ’ler bei der Landesenergieagentur war Manuel Buth aus Ottweiler, der das Team der EOR vom 1. Februar bis zum 31. Juli unterstützte. Manuel Buth begleitete die EOR-Mitarbeiter auf Messen und im Infomobil und war an der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen wie dem EOR-Forum beteiligt. Weiterhin unterstützte er die Verwaltung beim Versand von Informationsbroschüren und sichtete für den EOR-Newsletter die lokale Presseberichterstattung zu Energiethemen. Manuel Buth recherchierte zum Thema Energieeffizienz in Schulen und half bei der Weiterentwicklung des Informationsangebots der EOR für Schülerinnen und Schüler. Aus eigener Erfahrung sah Buth in diesem Bereich einen großen Informationsbedarf. Während seines halbjährigen Aufenthalts bei der EOR wurde Manuel Buht in seinem Vorhaben bestärkt, einen Studiengang zu wählen, der die Themen Ressourcen- und Energieeffizienz und Erneuerbare Energien aufgreift.
Seit dem 1. August absolviert Leonie Herold aus Katzenelnbogen (Rhein-Lahn-Kreis) ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der EOR. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Betreuung des Dämmstoffkatalogs der EOR und die Sichtung der lokalen Presseberichterstattung über Energiethemen für den EOR-Newsletter. Außerdem unterstützt sie die EOR-Mitarbeiter bei der Vorbereitung und Durchführung von Messen und Informationsveranstaltungen und im Bereich der Verwaltung. Leonie Herold möchte das Freiwillige Ökologische Jahr bei der EOR zur Orientierung für die Berufs- und Studienwahl nutzen. Sie sagt: „Ich bin mir eigentlich schon ziemlich sicher, dass ich etwas im Bereich Erneuerbare Energien und Energietechnik machen will“. Sie ergänzt, dass sie durch die vielen Messe- und Veranstaltungsbesuche mit der EOR viel über Energiethemen erfahren habe. Auf den Messen und Infoveranstaltungen habe sie auch schon Kontakte geknüpft. „Die Arbeit bei der EOR stärkt das Selbstbewusstsein, man verliert beispielsweise die Scheu auf Messen und Veranstaltungen auch mal interessante Leute und Experten direkt anzusprechen“, sagt Leonie Herold. Gut findet sie, dass ihr die EOR den Freiraum gibt, eigene Projekte zu bearbeiten und zu planen. Mit andern FÖJ’lern will sie das Benefizkonzert „Grün rockt“, welches schon zweimal stattgefunden hat, aufgreifen und wieder im Landauer Goethe-Park ausrichten. Die Einnahmen aus dem Konzert sollen an Umweltschutzprojekte fließen. Außerdem, so Herold, könne man mit einer solchen Veranstaltung auch Werbung für das FÖJ machen. Auch eine ökologische Stadtführung in Kaiserslautern ist in Planung. Leonie Herold ist gut mit anderen FÖJ’lern in Rheinland-Pfalz vernetzt. Sie organisiert regelmäßig den FÖJ-Stammtisch für den Raum Kaiserslautern. Dort werden gemeinsame Projekte geplant und Kontakte geknüpft. Hierzu bietet der Seminarraum der EOR eine passende Räumlichkeit, die gerne von der EOR zur Verfügung gestellt wird.
Leonie Herolds FÖJ endet am 31. Juli. Auch im Jahr 2012 besteht die Möglichkeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Landesenergieagentur zu absolvieren.
Praktikum bei der EOR
Bei der EOR besteht auch die Möglichkeit eines Praktikums. Vom 1. September 2010 bis zum 28. Februar 2011 absolvierte Sarah Fischer aus Ulm ein Praxissemester bei der Landesenergieagentur EOR. Sarah Fischer studiert Energiesysteme an der Hochschule Ulm, ihr Studienschwerpunkt sind regenerative Energietechniken.
Im Rahmen ihres Praktikums beteiligte sich Sarah Fischer an der fachlichen Vorbereitung von Veranstaltungen für kleine und mittlere Unternehmen. Sie erarbeitete eine Übersicht über Fördermittel für kleine und mittlere Unternehmen und unterstütze die Arbeit in dem Projekt „Wissenschaftliche Dokumentation zum Förderprogramm energieeffiziente Gebäude“. Zudem begleitete sie die EOR-Mitarbeiter auf Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen und unterstützte die Verwaltung beim Versand von Informationsmaterialien.
Vom 7. November bis zum 14. Dezember absolvierte Ana María Peragallo aus Chile ein Praktikum bei der Landesenergieagentur EOR. Ana María Peragallo ist Ingenieurin für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Zudem wird sie in Kürze ihr Studium des Bauingenieurwesens abschließen. In Chile arbeitet sie bei der Nationalen Vereinigung für Arbeitssicherheit und betreibt in Santiago de Chile eine eigene Firma, die Unternehmen in Fragen der Energieeffizienz berät. Bei der EOR befasste sich Ana María Peragallo mit EU-Förderprogrammen zur Energieeffizienz und erstellte eine Liste von Energieagenturen in Europa und Südamerika. An ihrem letzten Arbeitstag hielt sie im ETA-Zentrum einen Vortrag über den Energiemarkt und die Energieversorgung in Chile. Das Praktikum bei der EOR absolvierte Ana María Peragallo im Rahmen eines Programms für Nachwuchs-Führungskräfte aus Brasilien und Chile der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das Abschlusstreffen der Teilnehmer aus Brasilien und Chile, bei dem auch ein Treffen mit der rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke auf der Tagesordnung stand, fand am 16. Dezember in Mainz statt. Zurück nach Chile nimmt Ana María Peragallo viele Anregungen und Erkenntnisse über die Arbeitsweise einer Energieagentur und das deutsche Fördersystem zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Förderung des Einsatzes Erneuerbarer Energien.


